Tagesausflüge zu Ostern: Diese Bundesländer und Landkreise wollen keine Besucher

ARCHIV - 02.06.2020, Niedersachsen, Cuxhaven: Spaziergänger laufen bei Cuxhaven im Watt auf die Insel Neuwerk zu. Wie es an der Küste über Ostern mit Tagestourismus weitergeht, ist derzeit in der Klärungsphase. (zu dpa: «Wo an der Küste und auf den Inseln in Niedersachsen in den Osterferien Tagestourismus erlaubt ist») Foto: Sina Schuldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

ARCHIV - 02.06.2020, Niedersachsen, Cuxhaven: Spaziergänger laufen bei Cuxhaven im Watt auf die Insel Neuwerk zu. Wie es an der Küste über Ostern mit Tagestourismus weitergeht, ist derzeit in der Klärungsphase. (zu dpa: «Wo an der Küste und auf den Inseln in Niedersachsen in den Osterferien Tagestourismus erlaubt ist») Foto: Sina Schuldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Cuxhaven/Wittmund . Die Bundesregierung appelliert grundsätzlich an die Bevölkerung, über die Feiertage auf nicht notwendige Reisen zu verzichten. Touristische Übernachtungen bleiben zu Ostern verboten. Tagesausflüge dagegen bleiben grundsätzlich erlaubt, wobei auch hier Bund und Länder zu Vorsicht raten. Restaurants und Cafés bleiben geschlossen. Zudem gelten in einzelnen Bundesländern und Landkreisen unterschiedliche Regelungen für Tagesgäste. Ein Überblick.

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Niedersachsen: Tagestouristen an der Nordsee haben es schwer

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) betonte am Dienstag, er habe nicht die Absicht den Tagestourismus Richtung Küste oder Harz über die Feiertage zu verbieten. Am Ende aber entscheiden allerdings die Landkreise, ob sie Gäste willkommen heißen – oder nicht.

Der Landkreis Cuxhaven etwa plant, über die Feiertage den Tagestourismus zu untersagen, da zuletzt der Zulauf am Strand an den Wochenenden mit gutem Wetter sehr stark gewesen sei. Noch unklar sei, was für die Zweitwohnungsbesitzer und die Dauercamper an Ostern gelten werde. Auch Dangasts Kurdirektor Johann Taddigs appelliert an die Menschen, Ostern nicht nach Dangast zu kommen. Die Parkplätze sollen in Dangast aber geöffnet bleiben und nicht so wie vergangenes Jahr im Frühjahr gesperrt werden.

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Tagestourismus ist auf der ostfriesischen Inseln Juist, Langeoog und Spiekeroog ist wegen des Tidenfahrplans der Fähre nur selten möglich – und zu Ostern passen die Zeiten nicht. Außerdem sind wegen des Corona-Fahrplans weniger Fähren mit beschränkter Passagierzahl unterwegs. Ein Tagesausflug biete sich höchstens Ostermontag an, sagte Langeoogs Bürgermeisterin Heike Horn: Dann fährt die Fähre ab Neuharlingersiel bereits morgens, an den anderen Ostertagen erst mittags.

Eine Sprecherin des Tourismus-Service Norden-Norddeich in Ostfriesland teilte mit, dass dort mehr Urlauber zu Ostern erwartet werden. Viel mehr als ein Strandspaziergang werde für die Gäste aber kaum möglich sein, da alle touristischen Einrichtungen geschlossen blieben.

Bremen kündigt strengere Ausgangsbeschränkungen vor Ostern an

Bremen hat am Donnerstag die Corona-Notbremse gezogen: Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) kündigte für die kommende Woche strengere Ausgangsbeschränkungen an. Aus Bremerhaven heißt es indes noch, dass Tagesausflügler willkommen seien, um am Deich entlang zu gehen oder Picknick zu machen. Auch der Zoo am Meer wird geöffnet sein, Zutritt gibt es mit vorheriger Anmeldung. Sollte sich die Inzidenzzahl in Bremerhaven auf über 200 in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner erhöhen, soll der Zoo-Zugang jedoch nur mit Nachweis eines negativen Schnelltests möglich sein.

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Mecklenburg-Vorpommern: Ostsee nur für Einheimische

Auch Ausflüge an die Ostseeküste sind aktuell schwierig. Das Land Mecklenburg-Vorpommern lässt Besucher aus anderen Bundesländern nur in Ausnahmefällen einreisen, etwa um die Kernfamilie zu besuchen, zu arbeiten oder zu heiraten. Auch den Einwohnerinnen und Einwohnern kann theoretisch ein Ausflug im eigenen Bundesland untersagt werden: Für Bewohner von Hochinzidenzgebieten mit Inzidenz über 150 kann zudem grundsätzlich der Bewegungsradius eingeschränkt werden. Auch Tagesausflüge sind in diesem Fall verboten, ebenso die Nutzung eines Zeitwohnsitzes.

Bayern: Tagestouristen sind nicht verboten

Auch wenn Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zur Vorsicht mahnt, steht einem Ausflug in Bayern steht zumindest nach aktuellem Stand nichts im Wege. Laut Angaben des Innenministeriums hat keine Region touristische Tagesreisen untersagt. Allerdings gelten in mehreren Landkreisen nächtliche Ausgangssperren – dort sollte der Tagesausflug also spätestens um 22 Uhr zu Ende sein.

RND/cs/dpa

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