Trotz Corona: Auf den Karibikinseln Antigua und Barbuda boomt der Tourismus

Antigua und Barbuda ziehen Reisende wegen der traumhaften Strände und der unberührten Natur an.

Antigua und Barbuda ziehen Reisende wegen der traumhaften Strände und der unberührten Natur an.

Noch Jahre werde es dauern, bis sich der Tourismus nach der Corona-Pandemie erholt habe und weltweit wieder so viele Menschen international unterwegs seien wie vor dem Frühjahr 2020. Ein kleiner Inselstaat jedoch fällt dabei aus der Reihe. Antigua und Barbuda haben geschafft, wovon viele Reise­destinationen träumen: Im Juli 2021 kamen mehr Touristinnen und Touristen als im Juli 2019, wie das „Carib Journal“ schreibt. Damit hat das Land wohl als erstes das touristische Vor-Corona-Level erreicht, denn selbst Gegenden, in denen der Tourismus sich gut erholt hat, etwa Cancún in Mexiko oder Sansibar in Tansania, haben noch nicht die Auslastungen von vor Corona erreicht.

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23.405 Touristinnen und Touristen kamen nach Angaben des Magazins über den internationalen Flughafen im Juli 2021 ins Land, das sind mehr als die 23.031 im Juli 2019 – und 2019 war bereits ein Rekordjahr für den Inselstaat. Damit haben Antigua und Barbuda mitten in der Corona-Pandemie mal eben einen Besucherrekord aufgestellt. Die Hotel­auslastung lag bei 80 Prozent – und eines der beliebtesten Resorts der Inseln öffnet erst im September wieder.

Antigua und Barbuda profitieren von Reise­restriktionen in anderen Ländern

Der Grund dürfte auch mit Reise­restriktionen in anderen Ländern zu tun haben. Denn die meisten Touristinnen und Touristen kommen aus den USA und Großbritannien nach Antigua und Barbuda – um rund 35 Prozent hat der Tourismus allein aus den USA auf die beiden Hauptinseln zugelegt. Ein ausschlag­gebender Punkt für Antigua und Barbuda könnte hierbei sein, dass für Britinnen und Briten sowie US-Amerikanerinnen und US-Amerikaner noch vielerorts Einreise­verbote und Beschränkungen wie eine Quarantänepflicht bestehen. Nach Antigua und Barbuda können vollständig Geimpfte, auch aus den USA und Großbritannien, allerdings quarantänefrei einreisen, sie benötigen (wie auch alle Europäerinnen und Europäer) zusätzlich zum Impfnachweis lediglich einen negativen PCR-Test.

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Vor allem last minute würden sich die Menschen entscheiden, den Karibikstaat anzusteuern. Nebst Reisenden aus den USA und Großbritannien ziehe auch der Tourismus aus anderen karibischen Inselstaaten und Kanada an, sagte Tourismusminister Charles Fernandez. Anders als auf Sansibar, wo eine Einreise lange Zeit ohne Test und Quarantäne möglich war, und in Mexiko, das nach wie vor außer einem Gesundheits­formular keine Auflagen für Reisende hat, gelten auf Antigua und Barbuda aber durchaus Regeln: Wer ungeimpft einreisen möchte, muss für zwei Wochen in Quarantäne und bekommt ein Trekking-Armband zur Überwachung. Auch ohne Quarantäne ist der Aufenthalt nur in zertifizierten Hotels erlaubt.

Antigua und Barbuda feiern Tourismus­rekord – obwohl der Karneval abgesagt wurde

Für Antigua und Barbuda ist das ein zu diesem Zeitpunkt eher unerwarteter Aufschwung, denn die Haupt­attraktion bleibt coronabedingt unmöglich: Der Karneval, für den der Karibikstaat bekannt ist, fällt wegen der Pandemie erneut aus. Für Colin C. James, Chef der nationalen Tourismus­behörde, ist es deshalb „besonders ermutigend“, dass man den besten Juli aller Zeiten verkünden könne: „Diese guten Nachrichten dienen nur dazu, unsere Anstrengungen für den Rest des Jahres zu verdoppeln“, sagte er. „Der anhaltende Aufwärtstrend ist ein klares Zeichen dafür, dass die Erholung in vollem Gange ist.“

Auf Antigua und Barbuda genießen Urlaubende Luxus und Natur pur. So wirbt der Staat mit den beiden bewohnten Inseln damit, dass Reisende sich ein Jahr lang jeden Tag an einem anderen Strand aufhalten können: Es gibt genau 365 an der Zahl. Die meisten davon entsprechen dem Karibik­klischee: feiner weißer Sand, türkisfarbenes, klares Meerwasser, ein palmengesäumter Strandbereich und Korallenriffe in Strandnähe. Weite Teile der Inseln gelten zudem als Natur- und Vogelschutz­gebiete, auf der unbewohnten Insel Redonda befindet sich zudem ein Vulkan.

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RND/msk

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