Landes- und Bezirksliga

FC Stadthagen und MTV Rehren wollen die Sieglosserie beenden

Die Rehrener Offensive um Gian-Luca Blume kommt noch nicht richtig in Fahrt.

Die Rehrener Offensive um Gian-Luca Blume kommt noch nicht richtig in Fahrt.

LANDKREIS. Findigen Fußballfüchsen wird es beim Studieren der Spielpläne schon aufgefallen sein: Die Bezirksligisten sind an diesem Wochenende schon am Samstag an der Reihe. Am Montag steht nämlich schon die dritte Runde des Bezirkspokals an, in dem der FC Stadthagen um 15 Uhr zu Hause auf den SV Gehrden trifft.

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Wer jedoch am Sonntag nicht auf seine Portion Fußball verzichten möchte, hat - neben den Partien auf Kreisebene - auch noch das Heimspiel des VfR Evesen um 15 Uhr als Möglichkeit, um diese zu bekommen.

Siepe kehrt zurück

Der Landesligist empfängt Niedersachsen Döhren. Die Gäste haben die Aufstiegseuphorie gut in die neue Saison transportieren können, doch in den vergangenen Partien ging ihnen ein wenig die Puste aus. Vier Spiele ohne Sieg ließ das Polster des Aufsteigers zu den Abstiegsplätzen wieder etwas schmelzen. „Döhren ist eine sehr robuste und zweikampfstarke Mannschaft, verfügt sowohl über eine gut organisierte Defensive, als auch über viel Qualität im Angriff“, warnt Trainer Heiko Thürnau. Der VfR Evesen konnte am vergangenen Wochenende mal die Füße hochlegen und hatte spielfrei. Der 1. FC Wunstorf zog dabei in der Tabelle an den Evesern auf Platz eins vorbei. Die Thürnau-Truppe kann sich die Spitzenposition jedoch mit einem Sieg zurückholen. „Ich erwarte ein hart umkämpftes, enges Spiel auf tiefem Geläuf“, so der Coach, der wieder auf Niklas Siepe zurückgreifen kann.

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Scheffler und Kolter kommen

Wenn im Spätsommer und Herbst die Früchte und Samen reifen, sind vor allem die Eichhörnchen unterwegs und ernten, was das Zeug hält, um gut über den Winter zu kommen. Ähnlich effizient und unauffällig macht das auch der TSV Algesdorf in der Bezirksliga. Das späte 1:1 unter der Woche beim MTV Rehren A/R mag eine Erdnuss gewesen sein, Im Heimspiel gegen den TSV Goltern (Sa., 16 Uhr) könnte es nun eine Kokosnuss werden, denn der Vorsprung auf die Abstiegszone würde weiter anwachsen. Ein Selbstläufer wird das jedoch nicht. TSV-Trainer Timo Nottebrock warnt sein Team vorallem vor den beiden Stürmern Tim Scheffler und Christian Kolter. Der TSV möchte das Spiel gegen Goltern wieder etwas mehr dominieren als sonst und auch die eigenen Chancen besser nutzen. Ob Jan-Luca Kunze dabei sein kann, ist noch unklar. Genauso sieht es bei Janik Weidemann aus, der sich einen Meniskusanriss zuzog. Philip Koppitz fällt weiterhin aus. "Unsere Liste ist wieder lang, aber wir haben zum Glück momentan auch die Möglichkeit, trotzdem 15,16 Spieler dabei zu haben", so Nottebrock, der deswegen optimistisch in die Partie geht.

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Der SC Rinteln steckt währenddessen mitten in den Wochen der Schwergewichte. Am vergangenen Wochenende verloren die Weserstädter mit 1:3 beim VfL Bückeburg, nächste Woche geht es zum TSV Barsinghausen und morgen kommt um 16 Uhr mit dem TuS Davenstedt der nächste Aufstiegsfavorit an den Steinanger. "Ich denke, dass diese drei Mannschaften den Aufstieg unter sich ausmachen werden, ist sich SC-Trainer Uwe Oberländer sicher, der viel Respekt für die Davenstedter Offensive mitbringt. Umso wichtiger sei es für sein Team, defensiv sicher zu stehen.

Hoffen auf den Heimvorteil

Die Niederlage gegen den VfL Bückeburg wurde unter der Woche aufgearbeitet. Die erste Halbzeit verschlief der SCR dabei und wachte erst im zweiten Durchgang auf. „So eine Niederlage bringt uns aber nicht um“, so Oberländer, der deswegen auch nichts an der taktischen Grundausrichtung ändern möchte. Der Coach hofft auf den Heimvorteil, um dem „Favoriten“ das Leben schwer zu machen und möglicherweise auch etwas Zählbares in Rinteln behalten zu können. Ugur Gercekci wird nach seiner Ampelkarte noch fehlen. „Es war ein übermotiviertes Einsteigen, für das wir uns bei Bubi (Alexander Bremer Anm. d. Red.) auch entschuldigt haben. Auch so etwas muss man lernen und er ist ein junger Mann, der das sehr ernst genommen hat.“

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Wesentlich schlechter läuft es momentan beim FC Stadthagen und dem MTV Rehren A/R. Beide Teams treffen am Samstag um 16 Uhr in der Kreisstadt aufeinander. Das Problem der seit sechs Spiele sieglosen Rehrener liegt aktuell in der Offensive, berichtet Trainer Jens Rath. "Es sind zu viele Offensivkräfte, die mit anderen Sachen zu tun haben", so der Coach. Als Beispiel Julian Meyer: Der Linksfuß machte sich beruflich selbstständig und hat daher wenig Zeit zum Kicken. Wie wichtig er ist, zeigte sich jedoch unter der Woche, als er den Führungstreffer gegen den TSV Algesdorf erzielte. "So einer fehlt, aber am Samstag kann er beruflich wieder nicht dabei sein", so Rath ernüchternd. Mit Gian-Luca Blume hat der MTV zwar einen klassischen Stürmer, der als großer Wandspieler wunderbar funktioniert, jedoch nicht die ganz große Schnelligkeit mitbringt. Bezeichnend für die Offensivprobleme ist, dass der beste Rehrener Torschütze mit zwei Treffern Linksverteidiger Maurice Bruns ist. Trotzdem zeigt sich Rath auch selbstbewusst: "Uns hat noch keiner an die Wand gespielt." Er weiß jedoch auch: "Uns passieren im Spiel immer wieder Fehler und die werden einfach eiskalt bestraft." Gegen den FC müsse sein Team daher in der Defensive sicher stehen. "Ich habe großen Respekt vor deren Offensivspiel und das wird für uns eine ganz heiße Nummer."

Verärgerung statt Ernüchterung

Auch beim FC Stadthagen knirschst es momentan, denn nach dem guten Saisonstart gab es zuletzt drei Niederlagen in Folge. Beim FC herrscht jedoch keine Ernüchterung. "Wir sind Aufsteiger, bei uns herrscht Verärgerung und zwar über die verpassten Möglichkeiten, uns für unsere guten Spiele zu belohnen", erklärt Trainer Thorsten Rinne. Gegen Rehren stünde nun die nächste Chance an, es wieder besser zu machen. Dafür müsste eine konzentrierte Leistung her.

„Den langjährigen Bezirksligisten“ möchte Rinne, trotz seiner Sieglosserie nicht unterschätzen. „Der MTV hat unter der Woche gepunktet und hofft nun auch, bei uns etwas Zählbares mitnehmen zu können.“ Finn Eisenhauer und Tarik Tan fallen definitiv aus. Hinter Ali Hussain steht noch ein Fragezeichen. Selim Kilinc steht nach seinem Urlaub wieder im Kader. Auch Maximilian Werns scharrt nach mehreren Kurzeinsätzen mit den Hufen und könnte in der Startelf stehen.

Selbstbewusstsein mitnehmen

Beim VfL Bückeburg scheint momentan, trotz des schmuddeligen Herbstwetters, die Sonne. Der Grund dafür sind fünf Siege aus den vergangenen fünf Ligaspielen. "Jeder muss erst mal seine Leistung bringen und das machen die Jungs einfach aktuell richtig gut", freut sich Trainer Martin Prange. Für das Spiel beim TuS Harenberg (Sa., 16 Uhr) hofft der Coach daher, dass seine Spieler das gewonnene Selbstbewusstsein eintuppern ("Wir sind gut drauf") und sich auch in dieser Partie auf die eigenen Stärken besinnen. Julian Steierberg wird nicht dabei sein können, er zog sich einen Bänderriss zu. Vereinzelte Spieler kämpfen außerdem noch mit leichten Erkältungen.

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