Stadthagen / Integration

Fußball kann Grenzen überwinden – Torwarttraining für Christoph Wilke

Carina Otto arbeitet mit Christoph Wilke in seiner Therapie zusammen. Jetzt nahm der Neunjährige beim Schaumburger Fußballcamp teil. Die Trainer Uwe und Nico Kerkmann, Kevin Busche, Benjamin Döring und Fritz Wahlmann trainierten Wilke beim Torwarttraining. © hga

Carina Otto arbeitet mit Christoph Wilke in seiner Therapie zusammen. Jetzt nahm der Neunjährige beim Schaumburger Fußballcamp teil. Die Trainer Uwe und Nico Kerkmann, Kevin Busche, Benjamin Döring und Fritz Wahlmann trainierten Wilke beim Torwarttraining. © hga

Jugendfußball (hga). Initiiert wurde die Teilnahme von Carina Otto. Die Physiotherapeutin arbeitet mit Christoph in seiner Therapie zusammen. In der Schaumburger Fußballszene kennen viele Otto als "Physio" auf der Bank des Bezirksligisten FC Stadthagen. "Ich hatte angefragt, ob er beim Torwart-Training mitmachen kann", schilderte Otto den Werdegang.

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„Wir haben beschlossen, ihm die Teilnahme zu ermöglichen“, erklärte Torsten Sennholz vom Fußballcamp. Die angeschlossenen Schaumburger Trainer brauchten für die Entscheidung nicht lange, um ihre Unterstützung für die Integration und Förderung vom Behindertensport zu erklären. Sie legten kurzerhand zusammen und spendierten Christoph die Teilnahme. Betreut von Otto, nahmen sich Uwe und Nico Kerkmann, Kevin Busche, Benjamin Döring und Fritz Wahlmann seiner an.

„Sehr gut, es macht mir Spaß“, antwortete Christoph auf die Frage, wie es ihm denn gefalle. Dass er Fußballfan und im Besonderen von Hannover 96 ist, war nicht zu übersehen. Die Räder seines Rollstuhles zieren das 96-Emblem. „Seit er das Originaltrikot von Sergio Pinto hat, ist es ganz vorbei“, sagte Opa Karl Wilke. Bei einem Spiel der 96er in Bückeburg lief Christoph mit auf, Pinto kam nach Spielende und schenkte ihm das Trikot. Das Leben im Rollstuhl hindert den jungen Mann nicht daran, viel Sport zu treiben. Dazu gehört das Fahrradfahren mittels eines Handbikes, welches vor den Rollstuhl montiert wird. Über eine Handkurbel getrieben, geht es dann vorwärts.

Und dann sind da noch die „Ice Lions“ aus Langenhagen. Sledge-Eishockey gehört zu den Sportarten für Menschen mit einer Behinderung, welche ziemliche Ansprüche an die Leistungsfähigkeit und Motivation stellt. Seit einem Jahr gibt es eine Nachwuchsmannschaft, die Langenhagener wurden im Seniorenbereich Deutscher Meister 2010/11. Und auch dort nimmt Christoph die Herausforderung an.

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Das Fußballcamp jedenfalls hat Spaß gemacht, auch seinen Trainern. Die anfängliche Scheu der Kinder vor dem Rollstuhl war schnell vorbei. So hat sich wieder gezeigt, dass der Sport – in diesem Fall der Fußball – viele Grenzen überwinden kann.

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