Handball/Bundesliga

GWD Minden dominiert nur eine Halbzeit

Knapp vorbei ist auch daneben: GWD-Trainer Frank Carstens sieht in Melsungen eine starke kämpferische Vorstellung seines Teams. uk

Knapp vorbei ist auch daneben: GWD-Trainer Frank Carstens sieht in Melsungen eine starke kämpferische Vorstellung seines Teams. uk

Beide Teams hatten wegen Erkrankungen und Verletzungen keine gute Trainingswoche hinter sich, GWD steckte das zunächst gegen noch leblos wirkende Melsunger besser weg. Bei der MT fehlte mit Julius Kühn der Hauptangreifer, Spielmacher Lasse Mikkelsen stand nach einer Grippe nur sporadisch auf der Platte, dazu debütierte mit Matthias Lenz eine Nachverpflichtung und hauptberuflicher Gymnasiallehrer im Tor. Der machte seine Sache gut, zeigte zehn Paraden. Johan Sjöstrand fehlte wegen Grippe, Nebojsa Simic saß nach einem Muskelbündelriss zumindest auf der Bank.

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Ohne Spielmacher Dalibor Doder hatte GWD die ersten 30 Minuten im Griff, genehmigte den Gastgebern in eigener Halle keine Führung. Der gefürchtete Melsunger Tempohandball blieb aus. Aus einer sicheren Abwehr führten die Ostwestfalen nach acht Spielminuten durch Milan Pusica mit 6:3. Nach dem 9:6 durch Christoffer Rambo genehmigten sich die Gäste eine schwächere Phase, ließen die Hessen durch Michael Allendorf zum 9:9 ausgleichen (19.). Aber auch die Gastgeber genehmigten sich Fehler, GWD zog durch Tore von Luka Zvizej (2) und Anton Mansson auf 14:11 davon. Melsungen kämpfte um den Anschluss, verkürzte durch ein artistisches Rückhandtor von Felix Danner auf 12:14. Und: GWD bleibt Spezialist für unmögliche Gegentore: Wie schon im Heimspiel gegen die TSV Hannover-Burgdorf traf der Gegner nach der Sirene mit einem direkten Freiwurf. Rechtshänder Timm Schneider drehte den Ball links um die Abwehrmauer herum – 13:14. „Nach so einem Paukenschlag geht man natürlich anders in die Kabine“, sagte der nach der Pause überragende Melsunger Philipp Müller zum Hallo-Wach-Effekt.

Die Gastgeber waren dann tatsächlich wesentlich präsenter, brachten Emotionen mit auf die Platte. Das 16:15 durch Michael Müller bedeutete die erste Führung der Hessen (35), die nun Oberwasser bekamen. GWD hatte gegen eine deutlich präsentere Abwehr der Gastgeber keine Lösungen mehr, erzielte in den ersten 13 Minuten nach der Pause nur vier eigene Tore. Auch die Deckung vermochte die willensstarken Müller-Brüder, die es zusammen auf 14 Tore brachten, nicht mehr aufzuhalten. Beim 18:22 lag GWD mit vier Toren zurück, kämpfte sich auf 20:22 zurück und hatte dann Pech: Ein Wurf von Keeper Espen Christensen auf das leere MT-Tor traf nur den Pfosten. „Wir hatten dann nicht mehr genügend Power im Angriff“, sagte Carstens. Hinten habe man nach der Pause auch zu wenig Bälle gewonnen.

Über 25:21, 27:23 und 29:25 brachten die Melsunger das Spiel nach Hause. „Als Mannschaft waren wir gut. Aber uns hat heute der Eine gefehlt, der uns noch mal nach vorne gebracht hätte“, meinte Carstens. Am nächsten Sonntag erwartet GWD die Eulen Ludwigshafen, der Tabellenletzte ist von der Papierform eher ein Leichtgewicht.

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GWD: Zvizej 6/1 Siebenmeter, Bilbija 4, Rambo 4, Gullerud 3, Michalczik 3, Südmeier 2, Mansson 2, Svitlica 2, Pusica 1. Im Tor: Christensen (1.-20. und 43.-60. mit 7 Paraden), Sonne Hansen (20.-43. mit 5 Paraden).
MT: P. Müller 8, M. Müller 6, Maric (5), Reichmann 5/2, Allendorf 2, Boomhouwer 2, Schneider 2, Danner 1. Im Tor: Matthias Lenz (1.-60. mit 10 Paraden), Nebojsa Simic (bei einem Siebenmeter).

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