Stadthagen

Helmut Machule – der Mann mit dem Mikrofon

In seinem Element: Ob mit oder ohne Ko-Moderatorin – Helmut Machule fühlt sich am Mikrofon pudelwohl. Foto: hga

In seinem Element: Ob mit oder ohne Ko-Moderatorin – Helmut Machule fühlt sich am Mikrofon pudelwohl. Foto: hga

1997 steigt der FC in die Fußball-Niedersachsenliga auf. Mit diesem sportlichen Triumph übernimmt Machule das Mikrofon. Fortan moderiert er die Heimspiele im Jahnstadion. Es folgt in den kommenden Jahren auch sein "Aufstieg" aus dem heimischen Jahnstadion in die Hallen und auf die Plätze teilweise über Schaumburgs Grenzen hinaus.
Jahrelang ist Machule die Stimme des Handball-Neujahrscups. Gemeinsam mit Uli Potofski und Eckart Friebel steht er zudem beim "Weserspucker-Turnier" in der Mindener Kampa-Halle am Mikrofon.
Helmut Müller von NDR 1 Niedersachsen und Christian Stoll führen mit ihm das Publikum durch internationale und nationale Veranstaltungen. Stoll ist ehemaliger Stadionsprecher von Werder Bremen und "Hitradio Antenne"-Chef. Vor 7000 Zuschauern moderiert Machule 1999 im Stadthäger Jahnstadion das Juniorinnen-Länderspiel zwischen Deutschland und Frankreich.
Werder Bremen, VfL Bochum, Hannover 96, Bröndby Kopenhagen oder die polnische A-Nationalmannschaft – Machule erledigt diese Aufgaben mit ebensolcher Souveränität wie zuletzt das Internationale A-Junioren-Turnier beim TSV Eintracht Bückeberge. Dort kommt es zu einem Vorfall, der ein Albtraum für jeden Moderator werden kann. "Ich hatte die Leute gebeten, sich für die Nationalhymnen zu erheben", erzählt Machule. Doch statt der kanadischen ertönt die britische Hymne. "Ich dachte, warum stehen die Engländer stramm und nicht die Kanadier", sagt Machule – die vom Veranstalter TuS Stemwede gelieferte CD war falsch beschriftet. Dann hätten sie alles abgebrochen, keine Hymnen, keine Hand auf dem Herzen.
Akribische Vorbereitung gehört dazu. Mit Sport kennt er sich aus, 1985 beginnt die Tätigkeit als Sportberichterstatter beim General-Anzeiger. Später bei den Schaumburger Nachrichten, jetzt auch im lokalen Bereich. Das Interviewen von Menschen sei eine interessante Sache, so Machule. Der regelmäßige Kontakt mit vielen Menschen macht den Einstieg in die Moderatorenrolle leicht.
"Es reicht nicht nur die Mannschaftsaufstellung, die Menschen wollen informiert werden", konstatiert Machule – er hat immer Zusatzwissen über fremde Mannschaften parat. Zu seinen Gesprächspartnern zählten Dietmar Beiersdorfer, Peter Neururer, Ewald Lienen und Schiedsrichter Bernd Heynemann.
Das jährliche türkisch-deutsche Jugend- und Sportfest ist ebenfalls fest im Terminkalender eingetragen. "Mir macht es heute noch Spaß, mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bei Leichathletikveranstaltungen oder Fußballhallenturnieren als Sprecher dabei zu sein", beschreibt Machule seine Motivation. Der nächste Termin steht schon vor der Tür. Am 6. Juni ist er als Moderator bei der ersten Stadthäger Stadtmeisterschaft im Fußball dabei. Auf der Helmut-Paul-Sportanlage wird Machule dann den ersten Stadtmeister zur Siegerehrung bitten.
Eines ist sicher: Am Jahresende ist Schluss. Nicht mit der Arbeit am Mikrofon, nein der 64-jährige geht dann in Rente. Das könnte Auswirkungen auf seine Moderatoren-Tätigkeit haben: "Dann habe ich noch mehr Zeit."

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