Staffeltag des Fußballkreises

Kleineres Spielfeld für Altsenioren diskutiert

Allzweckwaffe: Harald Lüppes vom FC Stadthagen nimmt die Auszeichnung für die Kreismeisterschaft in Empfang.

REHREN A/R. Beim ersten Staffeltag der neuen Serie im Sporthaus des MTV Rehren A/R hat der Spielausschuss des Fußballkreises Neuigkeiten vorgestellt. Große Diskussionen gab es aber nicht. Die von einigen Trainern im Vorfeld geäußerte Kritik an der Saisonverlängerung wurde entkräftet. „Es ist ein großes Problem, wenn wir Spiele nicht durchbekommen, und zum Zeitpunkt der Entscheidung stand noch viel auf der Kippe“, sagte Dieter Grupe, Staffelleiter der 2. Kreisklasse. Zudem habe der Spielausschuss, sofern möglich, Spielverlegungen zugelassen. Wegen Corona seien es besondere Zeiten, warb Grupe im Nachhinein für die Maßnahme, Widerspruch gab es nicht.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Ein größeres Problem war für den Spielausschussvorsitzenden Frank Fahlbusch das zahlreiche Nichtantreten von Mannschaften, die kampflos auf die Punkte verzichteten. Der TuS Jahn Lindhorst, Staffelsieger der 1. Kreisklasse, war stark betroffen, aber auch in der 4. Kreisklasse kam es zu derartigen Absagen. „Ich finde das unfair“, monierte Friedhelm Winkelhake, Vorsitzender des FC Hevesen, dessen vierte Mannschaft zweimal vergeblich auf den Gegner gewartet habe, darunter sogar der Spitzenreiter. Im Ausschuss sei über eine höhere Bestrafung diskutiert worden. „Wir haben uns dagegen entschieden“, sagt Fahlbusch. Er sei sich aber nicht sicher, ob es nur wegen Corona dazu gekommen sei, so der Niedernwöhrener. „Höhere Strafen sind der falsche Weg“, pflichtete Marc-Oliver Kreft, Spartenleiter des TuS SW Enzen, bei.

Als fairste Mannschaften aus dem Kreis wurden dagegen der SV 45 Krainhagen-Röhrkasten, der TSV Hagenburg III und die FSG Pollhagen-Nordsehl/Lauenhagen III ausgezeichnet, allesamt Teams aus der 4. Kreisklasse. Der FC Stadthagen bekam den Kreismeisterpokal überreicht, zudem wurden die weiteren Staffelsieger geehrt.

Um weiter alle Spiele mit Schiedsrichtern besetzten zu können, warb Obmann Wilhelm Kläfker für den neuen Anwärter-Lehrgang, der am Montag, 22. August, startet. „Wir haben noch 120 Schiedsrichter auf der Liste, das ist zu wenig“, sagte Kläfker. Die Vereine seien mit insgesamt 17 000 Euro an Strafgeldern für zu wenig gemeldete Unparteiische belegt worden, der Spitzenreiter der Negativ-Statistik habe allein 1800 Euro auferlegt bekommen. Es gibt aber auch positive Beispiele: Der TuS SW Enzen und der TSV Ahnsen haben je drei Schiedsrichter über Soll, bekamen dafür je drei Gutscheine à 75 Euro überreicht.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Vorbereitungen auf die neue Saison laufen überall, Fahlbusch wies darauf hin, dass bis zur 2. Kreisklasse ein Schiedsrichter-Spesenpool eingerichtet und ein Abschlag von 500 Euro fällig werde (2. Kreisklasse 200 Euro). Der Rest werde am Ende der Serie erhoben. Dazu werden in der Kreisliga und 1. Kreisklasse fünf mögliche Auswechslungen verbindlich eingeführt. Die Neuerung findet Wilhelm Sieker nicht gut. „Es gibt schon zu wenige Spieler, dann muss ich der zweiten Mannschaft noch einen mehr wegnehmen“, monierte der Trainer des SC Deckbergen-Schaumburg.

Eine weitere wichtige Änderung stellte Fahlbusch vor. Die bereits lange diskutierte Umstellung der Sperren auf Spieltage statt Wochen sei in der neuen Ausschreibung verankert. Über die Wiedereinführung von Zeitstrafen habe man dagegen nicht diskutiert.

Einen Antrag gab es auch noch. Thomas Wartmann von der TuSG Wiedensahl plädierte dafür, das Spielfeld der Altsenioren zu verkleinern, nicht mehr die volle Breite des Spielfeldes zu nutzen, sondern die Außenlinien bis zum Strafraum einzurücken und mit Hütchen zu bestücken. Die Fläche sei zu groß, „man läuft sich die Lunge aus dem Hals“, so Wartmann. Der Antrag wurde zwar angenommen, die Einführung aber auf die Serie 2023/24 verschoben, weil die Ausschreibung nicht mehr geändert werden kann. „Ich werde die Vereine dazu anschreiben“, stellte Fahlbusch klar.

Der Kreisvorsitzende Reinhard Stemme brachte es auf den Punkt: „Das Zusammenspiel und die Kommunikation haben sehr gut funktioniert, wir haben Corona bravourös überstanden.“ Zumindest fürs Erste.

Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.