Landes- und Bezirksliga

VfR Evesen und VfL Bückeburg wollen Siegesserie fortsetzen

Seit sieben Spielen jubelt der VfL Bückeburg. Kann er die Serie beim MTV Rehren A/R ausbauen?

Seit sieben Spielen jubelt der VfL Bückeburg. Kann er die Serie beim MTV Rehren A/R ausbauen?

Landkreis. Die Plätze werden schlechter, die Pässe ungenauer – und auch die ersten Handschuhe dürften bald auf den Schaumburger Sportplätzen zu sehen sein. Es ist die Zeit, in der es für die Fußballer in die erste heiße Phase der Saison geht. Wer kann sich oben etablieren? Und wer verpasst den Anschluss an das rettende Ufer?

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In der Landesliga stellt sich für den VfR Evesen die erste von beiden Fragen. Der Tabellenführer reist schon am Samstag (16 Uhr) zum TSV Wetschen. "Der schwerste Gegner im Feld", findet VfR-Trainer Heiko Thürnau, der viel Respekt für den TSV mitbringt. "Mit dem Nachholspiel im Rücken und einem zu erwartenden Sieg stünde Wetschen auf Platz zwei." Eine disziplinierte Grundordnung und die mannschaftliche Geschlossenheit sind charakteristisch für die Wetschener. "Der sehr enge Platz ist sicherlich ein Vorteil für Wetschen", mutmaßt Thürnau weiter. Sein Team gewann in der Vorwoche mit 6:1 gegen den HSC BW Tündern, doch besonders nach der Halbzeit war die Phase bis zum vorentscheidenden 3:1 schwach. "Gegen Wetschen brauchen wir über die volle Distanz eine Topleistung." Im Kader gibt es im Vergleich zur Vorwoche wenig Bewegung: Moritz Heine ist im Urlaub, dafür kehrt Jonas Abram nach seiner Verletzung zurück.

TSV Algesdorf mit Personalsorgen

Der TSV Algesdorf muss in der Bezirksliga am Sonntag ab 15 Uhr beim TSV Barsinghausen ran. Nach zuletzt zwei Heimniederlagen in Folge sei die Begegnung gegen den TSV "ein Bonusspiel", schraubt Trainer Timo Nottebrock die Erwartungen herunter. Mit der Leistung im Spiel gegen den TSV Goltern (2:4) war er jedoch trotzdem zufrieden. Einzig die individuellen Fehler hätten nicht gepasst. Für das Duell beim Tabellenzweiten fallen Lukas Willan, Nick Hübner und Jannik Weidemann aus. "Es wird eng", fasst Nottebrock die Kadersituation zusammen.

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SC Rinteln empfängt den TSV Hagenburg

Das erste von zwei Derbys findet am Sonntag ab 15 Uhr auf dem Steinanger statt. Der SC Rinteln empfängt dort den TSV Hagenburg. Vor einer Woche hatte der SCR den TSV Barsinghausen am Rande einer Niederlage, musste jedoch in der 95. Minute noch das 1:1 hinnehmen. Damals ging es gegen den Spitzenreiter, nun kommt das Tabellenschlusslicht. "Für mich ist es eines der schwersten Spiele, die jetzt auf uns zukommen", sagt SC-Trainer Uwe Oberländer. "Vor allem, was den Kopf betrifft." Für die bisherige Leistung könne sich sein Team nichts kaufen, daher sei es umso wichtiger, am Sonntag den nächsten Sieg einzufahren. Oberländer sieht den TSV auf einem aufsteigenden Ast. "Aber natürlich läuft ihnen die Zeit weg – und sie müssen den Bock umstoßen." Daher müsse sein Team wie in der Vorwoche auch alles geben, um die Punkte in Rinteln zu behalten. Arber Ramushi fehlt wegen seiner fünften Gelben Karte.

Marvin Kessler, der Ko-Trainer des TSV Hagenburg, bescheinigt dem SC Rinteln eine gute Moral, sieht jedoch Möglichkeiten für sein Team. "Sie sind nicht unbesiegbar. Wir gehen davon aus, dass Rinteln das Spiel machen und wir abwartend spielen werden." Ein gutes Omen könnte die vergangene Spielzeit sein, in der die Hagenburger beide Partien gewannen – auch wenn dem TSV heute einige Spieler fehlen, die damals noch dabei waren. "Wir haben noch vier Spiele bis zur Winterpause, und da wollen wir einige Punkte sammeln", so Kessler. Kadertechnisch wird es bei den Seeprovinzlern noch schwieriger. Spielertrainer Michael Fitzner und Hendrik Bruns verletzten sich im Spiel gegen den TSV Goltern. Christoph Henze fällt krankheitsbedingt weiterhin aus, Mirco Gallus ist ebenfalls verletzt, und auch Philip Böttcher steht nicht im Kader. "Wir werden aber eine starke Mannschaft auf dem Platz haben und uns wieder 90 Minuten reinhauen", so Kessler.

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Erneut auf einen Abstiegsplatz gerutscht ist der MTV Rehren A/R. Das Team von Trainer Jens Rath verlor beim direkten Konkurrenten TSV Luthe mit 0:3. "Was wir in der ersten Hälfte verballert haben", ärgerte sich Rath. Seine Rehrener müssen am Sonntag ab 15 Uhr zu Hause gegen den Tabellenführer VfL Bückeburg ran. Die Trainingsbeteiligung unter der Woche sei jedoch eher mau gewesen, verrät Rath. "Wir wollen uns aber nicht verstecken", gibt sich der Coach kämpferisch. Er hofft darauf, dass Julian Meyer dabei sein kann. Der Linksfuß könnte die Rehrener Offensive, die in dieser Saison Ladehemmung hat, befruchten. "Wenn wir Offensivkräfte haben, dann werden wir unser Heil nach vorne suchen." Außerdem möchte Rath möglichst die Flanken in den Strafraum verhindern, um VfL-Torjäger Alexander Bremer nicht in die Partie kommen zu lassen.

Martin Prange, Coach des VfL Bückeburg, geht mit Respekt in das Derby. "Ich glaube, dass sie unter ihren Möglichkeiten spielen. Sie sind stärker, als es der Tabellenplatz vermuten lässt", ist sich Prange sicher. "Mit Julian Meyer, sollte er spielen, und Julian Lattwesen haben sie gute Leute in der Offensive." Bei den Bückeburgern selbst sind zwei Spieler im Urlaub, ein weiterer ist noch angeschlagen. "Wir werden aber trotzdem eine schlagkräftige Truppe auf den Platz bekommen", kündigt der Coach an, der mit seinem Team die vergangenen sieben Liga-Spiele gewonnen und nun die Tabellenspitze übernommen hat. "Es freut uns natürlich, dass wir so konstant spielen. Aber es ist eine Momentaufnahme. Wichtig ist, wo wir nach dem 26. Spieltag stehen."

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Der FC Stadthagen empfängt am Sonntag ab 15 Uhr den TSV Kolenfeld im Jahnstadion. „Der TSV spielt technisch guten Fußball, da müssen wir von Anfang an hellwach sein“, blickt FC-Trainer Thorsten Rinne voraus. Gleichzeitig warnt er vor Spielern wie Deniz Aycicek, Lasse Neubert oder Daniel McGuinness. „Auf solche Spiele kann man sich aber eigentlich nur freuen, weil man da an sein Limit gehen muss“, so Rinne weiter. Sein Team gewann in dieser Saison bisher kein Spiel gegen eine andere Mannschaft, die in der Tabelle über den Stadthägern steht. Gegen den TSV Kolenfeld nehmen die Kreisstädter nun den nächsten Anlauf. „Das ist bei uns aber kein Thema. Gegen Teams, die über uns stehen, waren wir nicht nur auf Augenhöhe, sondern auch phasenweise die bessere Mannschaft, mit mehr Spielanteilen und Torchancen“, findet der Stadthäger Trainer. „Wir wissen auch, warum wir die Spiele dann verloren haben.“ Personell kann der Tabellensiebte aus dem Vollen schöpfen und mit einem Sieg am TSV Kolenfeld vorbeiziehen.

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