Basketball

Olesia Rosnowska hinterlässt beim TV Bergkrug große Fußstapfen

Ein letztes Mannschaftsfoto: Olesia Rosnowska wir von ihrem Team verabschiedet.

Ein letztes Mannschaftsfoto: Olesia Rosnowska wir von ihrem Team verabschiedet.

HELPSEN. Im Jahr 2007 erfuhren die Verantwortlichen der TVB-Basketballabteilung über einen Zeitungsbericht, dass sich ein professionelles Basketball-Ehepaar aus Kasachstan mit ihren beiden kleinen Kindern im Auetal niedergelassen hat. Während ihr damaliger Ehemann Slava Rosnowski kurz vor dem Wechsel vom Bundesligisten „Eisbären“ Bremerhaven nach Zypern stand, wollte Olesia Rosnowska sich weiter als Jugendtrainerin in Deutschland engagieren und gegebenenfalls einen neuen Verein gründen. In Bremerhaven war sie Teil des Trainerteams für den Profi-Nachwuchs. Früher spielte sie selbst unter anderem in der sowjetischen Nationalmannschaft.

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„Sie sprach noch nicht so gut deutsch wie heute, aber das war uns egal, Basketballer sprechen eigentlich alle die gleiche Sprache“, erinnert sich der heutige Abteilungsleiter Dennis Busche, der sie damals zum Probetraining abholte. Bereits nach den ersten Übungseinheiten war klar, dass beide Seiten voneinander profitieren konnten. „Ole“ fand eine gute Vereinsstruktur mit mehreren Jugendmannschaften vor und die Helpser konnten ihr Trainerteam professionell ergänzen und von ihrer Erfahrung profitieren. Die Jugendlichen und die neue Trainerin verstanden sich auf Anhieb sehr gut. Sie verbesserte durch den Umgang mit den Kids ihre Sprachkenntnisse, und die Spieler lernten viel von ihr. Bereits nach einem Jahr führte sie im Trainergespann mit Nico Busche die damalige U 18 zu einem tollen dritten Platz bei den Niedersachsenmeisterschaften.

Zum Abschied gibt es für Olesia Rosnowska viel Beifall und einen goldenen Basketball.

Zum Abschied gibt es für Olesia Rosnowska viel Beifall und einen goldenen Basketball.

In den Folgejahren haben drei der von ihr trainierten Spieler den Sprung in die Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) geschafft. Tim Insinger spielte 2019 sogar in der 1. Bundesliga für Rasta Vechta. Parallel wurde sie 2009 auch Trainerin der Herren in der Landesliga, in die sie „ihre“ Jungs nach und nach erfolgreich integrierte. Auch hier konnten die Helpser einige Erfolge mit ihr feiern, den Gewinn des Bezirkspokals und die Oberliga Relegation 2019 sowie das Erreichen des niedersächsischen Final-Four-Turniers 2020. Nach diesen schönen und erfolgreichen Jahren fällt der Abschied besonders schwer, zumal aus „Ole“ Rosnowska und ihren Jungs gute Freunde geworden sind. „Die Trainerin wohnt inzwischen in Hannover, und aus beruflichen Gründen ist es ihr leider nicht mehr möglich, mit den Ansprüchen, die sie an sich selbst als Trainerin stellt, und der dazugehörigen Intensität weiterzumachen“, bedauert Dennis Busche.

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Zukünftig müssen sich die TVB-Basketballer daran gewöhnen, dass Olesia Rosnowska nicht mehr auf ihrer Trainerbank sitzt. „Wobei sie eigentlich eher stand oder an der Seitenlinie auf und ab lief, um ihre Emotionen in positive Energie umzuwandeln“, so Busche. Als Zuschauerin auf der Tribüne werde sie dem Team aber hin und wieder die Daumen drücken. „Über die Nachfolge für die Landesliga Mannschaft ist derzeit noch keine Entscheidung gefallen. So große Fußstapfen werden nicht leicht zu füllen sein“, sagt Busche. Am Sonntag geht es mit dem Derby in Lindhorst in die neue Serie.

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