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2:1 gegen Hevesen: Samer Mahmo entscheidet das Kreispokalfinale für Auetal

Pure Ekstase bei den Auetaler Fans, die ihre Lieblinge feiern und zum Kreispokalsieg pushen.

Pure Ekstase bei den Auetaler Fans, die ihre Lieblinge feiern und zum Kreispokalsieg pushen.

OBERNKIRCHEN. Der SC Auetal hat sich durch späte Tore den Kreispokal gegen den FC Hevesen gesichert. Samer Mahmo kam spät, traf den Gegner mit dem Treffer zum 2:1 (83.) ins Mark. Auf dem Ochsenbruch herrschte eine bombastische Stimmung, die Fans der Kontrahenten sorgten für einen Hexenkessel, der Gastgeber hatte mit guter Organisation seinen Teil zum Fußballfest beigetragen. Mehr als tausend zahlende Fußballbegeisterte sorgten für eine tolle und auch faire Atmosphäre. Vor allem die Auetaler Fraktion pushte ihr Team in den Schlussminuten zum Sieg. Schiedsrichter Jens Krowiorz zeigte mit seinen Assistenten eine starke Leistung.

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Das Spiel an sich verlief auf holprigem Geläuf eher zäh, der SC Auetal als Tabellenzweiter und auch der FCH als Dritter hatten mächtig Respekt voreinander. Für den ersten Aufschrei der Auetaler Fangemeinde sorgte Moussa Guire, dessen flatterndes Geschoss aus 22 Metern FCH-Keeper Nicklas Strathe entschärfte (8.).

Die Auetaler Abwehr schlief im ersten Durchgang nur ein einziges Mal, Niklas Vehling hatte auf der linken Seite viel Platz, spielte Torjäger Dennis Kleiber an, der auf den heraneilenden Alexander Wellschmidt ablegte – Flachschuss aus elf Metern, 1:0 (13.). Das schnelle Umschaltspiel der Achumer hatte gegriffen.

Die Auetaler mühten sich nach Kräften, versuchten, ihr Spiel aufzuziehen, aber es ging zu langsam, der FC Hevesen stand in der von Rick Maier bestens organisierten Defensive bombensicher. Die Außenpositionen waren dicht, die Mitte auch, also wurden lange Bällen geschlagen, die ebenfalls kaum etwas einbrachten.

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Nach einem Eckball musste Strathe zum zweiten Mal in diesem Spiel retten (29.), ein Schuss aus der Drehung von Tim Neermann ging knapp am Tor vorbei (40.). Und die hochgelobte Offensive des FCH? Da kam nicht mehr viel, das Spiel nach vorne war viel zu ungenau, um gefährlich vor das Auetaler Tor zu kommen. Im zweiten Durchgang wurde das Spiel des SCA munterer, der Druck nahm zu. Zunächst scheiterte der angeschlagene Wellschmidt nach einem Solo über die linke Seite aus spitzem Winkel am sicheren SCA-Keeper Frederik Meier (46.).

Schaumburger Kreispokalfinale 2022

Das Kreispokalfinale 2022 des Schaumburger Fußballs in Obernkirchen

Als Pierre van den Löcht maßgerecht auf den Kopf von Philip Dunkley servierte, musste Strathe zum dritten Mal eingreifen, für den SCA ein kleines Aufbruchsignal (54.). Der Fanblock, sollte er sich überhaupt eine kleine Pause gegönnt haben, trieb die Spieler nach vorn. „Auetal vor, schieß ein Tor“, hallte es vielkehlig über den Ochsenbruch. Der Versuch von van de Löcht ging noch über den Kasten (60.).

Dann kam die Zeit der Wechsel, FCH-Trainer Denis Reinhardt nahm Wellschmidt und Niklas Vehling vom Platz, Thomas Reh brachte mit Samer Mahmo den Torjäger vergangener Tage. „Es ist ein Pfund, wenn man so einen Spieler bringen kann“, freute sich SCA-Coach Reh, der so neuen Schwung brachte, wenn auch der Ausgleich wohl eher ein Zufallsprodukt war. Ein langer Ball von Mahmo erreichte irgendwie Dunkley, der abtropfen ließ, nicht lange fackelte und aus 18 Metern traf – 1:1 (76.).

Alles lief bei großer Hitze auf ein Elfmeterschießen hinaus, da schlug Mahmo zu , legte sich eine Flanke von der linken Seite mit der Brust auf den linken schlappen und netzte flach aus zehn Metern zum Sieg ein (83.). Der Torschütze sprintete in die Fan-Kurve, ließ sich ausgiebig feiern. „Man fühlt sich wie ein Vulkan, das ist unbeschreiblich“, sagte der 34-Jährige, der zum zweiten Mal Hand an den Pokal legen durfte.

Wir haben zwei Mal nicht aufgepasst

„Wir haben zwei Mal nicht aufgepasst, sind zwei Mal nicht an die zweiten Bälle herangekommen. Das ist bitter, dass wir das Spiel so spät aus der Hand geben“, sagte Rick Maier. Mahmo hätten nicht viele Bälle erreicht, „aber er trifft, wenn er so ein Ding bekommt.“ In der verbleibenden Spielzeit versuchte sich der FCH ins Elfmeterschießen zu retten, aber zwingend wurde es nicht mehr.

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SCA-Keeper Frederik Meier strahlte, er hatte schließlich nur einen Ball auf die Kiste bekommen, den musste er – unverschuldet – aus dem Netz holen. „Ich habe immer dran geglaubt und war mir die ganze Zeit sicher, dass wir zumindest noch den Ausgleich machen, weil wir so viel stärker waren.“ Für Thomas Reh war es der erste Kreispokalsieg. „Endspiele muss man gewinnen, es war aber auch verdient, weil wir in der zweiten Halbzeit fußballerisch besser waren. Der FC Hevesen habe nur versucht, den Vorsprung zu verwalten. Das hat fast geklappt.

SC Auetal: Meier, Feldmann, Meyer, Neermann (64. Mahmo), van de Löcht (69. Hauser, 90. Andre), Steinsiek, Herrmann (75. Winkelhake), Brecht, Friedrichs, Dunkley, Guire. Trainer: Thomas Reh

FC Hevesen: Strathe, T. Kammann, Klupsch, Thomas, Maier, Wellschmidt (64. Mattes Wilharm), Kleiber, Tim-L. Vauth, Vehling (61. Tom-O. Vauth), Weiß (58. M. Kammann), Pöhler (85. Seele). Trainer: Denis Reinhardt.

Schiedsrichter: Jens Krowiorz. Assistenten: Jonah Krowiorz, Kevin Kleinebeck (alle (TSV Hagenburg).

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