Handball Lady Liga

Zu alt? Gibt’s nicht!

Trau keiner unter 32: Besprechung mit Trainer Andreas Elsner in der Kabine der HSC-Frauen aus der Lady Liga.

Trau keiner unter 32: Besprechung mit Trainer Andreas Elsner in der Kabine der HSC-Frauen aus der Lady Liga.

Hannover. Vor den Handballfrauen des HSC Hannover liegen Spielpläne, eine von ihnen fragt belustigt: „Hätten die den für die Lady Liga nicht größer machen können?“ Alle lachen.

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Um zu verstehen, warum sich die Sportlerinnen über die Liga lustig machen, in der sie Wettkämpfe bestreiten, muss man zunächst das Konzept erklären. Die Lady Liga - so heißt die Klasse wirklich - möchte Frauen, die älter als 32 Jahre sind, mit ihren Teams gegeneinander antreten lassen, unabhängig von den Jüngeren. Ehemalige sollen sich genauso wie Späteinsteigerinnen beweisen dürfen.

Im Fußball beginnt mit 32 Jahren die Alte Herren. Aber Alte Frauen würde nicht nur im Handball blöd klingen. Lady Liga ist da schon besser. Und weil der Spaß eindeutig im Vordergrund steht, machen sich die Spielerinnen des HSC schon mal über sich selbst lustig. „Die Frauen wollen es zwar ruhiger, aber auch beim Handball bleiben“, sagt Andreas Multhaupt von der Handballregion Hannover. Genau das ist in der Lady Liga möglich.

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Sieben Vereine sind dabei, neben dem HSC die HSG Herrenhausen/Stöcken II, Germania List IV, HSG Langenhagen III, MTV Großenheidorn III, VfV Hainholz und TuS Bothfeld V. Am Ende gibt es natürlich auch einen Meister, aber die Platzierung des eigenen Vereins ist nicht ganz so wichtig.

Doreen Thiele von MTV Großenheidorn wünscht sich eine lockere Atmosphäre. „Es wäre toll, wenn wir nach den Spielen noch einen Sekt trinken könnten“, sagt sie. Die 40-Jährige ist im Handball kein Neuling, allerdings liegt ihre aktive Spielzeit schon 14 Jahre zurück. Damals musste Thiele den Sport aufgrund einer Verletzung aufgeben. „Ich will erst einmal gucken, wie mein Körper auf die Belastung reagiert.“

Ähnlich ergeht es Heike Leidinger vom HSC. Auch sie hat länger Handball gespielt und musste verletzungsbedingt aufhören. Trotzdem ist der Sport nicht aus ihrem Leben verschwunden, ihre Töchter spielen ebenfalls im Verein. Die Lady Liga hat ihre Neugierde geweckt: „Ich möchte das einfach ausprobieren und mit anderen Frauen nett trainieren.“ Ihre Teamkollegin Frauke Lohaus war in der Leichtathletik und beim Rudern aktiv. „Jetzt ist ein Mannschaftssport dran“, sagt die 43-Jährige. Die Familie habe zuerst über sie gelacht. Jetzt hat sie mit ihrer Familie treue Fans.

Von Constanze Lerch

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