Nach sieben Jahren an der Spitze

Vorstandschef Rorsted verlässt Adidas

Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender des Sportartikelherstellers adidas AG, verlässt das Unternehmen.

Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender des Sportartikelherstellers adidas AG, verlässt das Unternehmen.

Herzogenaurach. Paukenschlag beim größten deutschen Sportartikelhersteller: Adidas-Vorstandschef Kasper Rorsted wird den fränkischen Sportartikelhersteller im kommenden Jahr verlassen. Darauf hätten sich der Däne und der Aufsichtsrat im Einvernahmen geeinigt, gab der Dax-Konzern am Montag bekannt. Adidas hatte zuletzt vor allem wegen eines schwachen China-Geschäfts Boden gegenüber seinem Lokalrivalen Puma verloren.

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Seit 2016 stand Rorsted an der Spitze des Konzerns. „Die Nachfolge-Suche hat begonnen“, hieß es in der Mitteilung. Rorsted werde bis zur Bestellung eines Nachfolgers das Amt des Vorstandsvorsitzenden weiterführen und gemeinsam mit Aufsichtsrat und dem Vorstand für einen reibungslosen Übergang sorgen.

Online-Umsätze mehr als verfünffacht

„Unter Kasper Rorsteds Führung hat Adidas seine digitalen Fähigkeiten erheblich ausgebaut und die Online-Umsätze des Konzerns mehr als verfünffacht“, sagte Aufsichtsratschef Thomas Rabe. Adidas habe zudem seine Führungsposition in Sachen Nachhaltigkeit untermauert. Rorsted war unter anderem für den Verkauf der Marke Reebok verantwortlich, die für Adidas lange Zeit ein Sorgenkind war.

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... nun der richtige Zeitpunkt, einen Wechsel auf der Position des Vorstandsvorsitzenden einzuleiten.

Aufsichtsratschef Thomas Rabe

„Nach drei herausfordernden Geschäftsjahren, die weltweit von den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie und geopolitischen Spannungen geprägt waren, ist nun der richtige Zeitpunkt, einen Wechsel auf der Position des Vorstandsvorsitzenden einzuleiten, um dem Unternehmen einen Neustart zu ermöglichen“, betonte Rabe.

Rorsted sprach von „externen Faktoren“, die das Geschäft in den vergangenen Jahren beeinträchtigt hätten. Diese zu bewältigen, habe viel Kraft gekostet. Adidas sei auf einem guten Weg. 85 Prozent der Märkte wüchsen um zweistellige Prozentsätze.

RND/dpa

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