Die Corona-Krise lässt Pommes-Markt einbrechen

Die Corona-Krise mit Schließungen von Restaurants und Gaststätten hat das Geschäft mit Pommes frites weitgehend gestoppt.

Die Corona-Krise mit Schließungen von Restaurants und Gaststätten hat das Geschäft mit Pommes frites weitgehend gestoppt.

Berlin. Die Corona-Krise mit Schließungen von Restaurants und Gaststätten hat das Geschäft mit Pommes frites weitgehend gestoppt. “Der faktische Wegfall des Außer-Haus-Verzehrs bringt den Absatz in ganz Europa praktisch zum Erliegen”, heißt es in einer Analyse des Deutschen Bauernverbands von Donnerstag.

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Einige Verarbeiter hätten die Produktion schon stillgelegt oder planten dies. Dagegen laufe der Absatz abgepackter Speisekartoffeln in Supermärkten weiter zügig. Dort zeige sich generell auch ein Nachfrageschub bei Bio-Produkten.

Tonnen von Pommes-Kartoffeln warten auf Abnehmer

Die Landwirte in Deutschland könnten dennoch in diesem Jahr wegen der Corona-Krise auf etwa 200.000 Tonnen spezieller Pommes-Kartoffeln sitzen bleiben. Den möglichen Schaden taxiert der Verband mit 30 bis 40 Millionen Euro. Landwirte in Belgien und den Niederlanden stehen vor vergleichbaren Problemen. Hier sollen jeweils bis zu eine Million Tonnen Pommes-Kartoffeln auf Abnehmer warten.

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Im Lebensmitteleinzelhandel als wichtigstem Öko-Absatzweg werde seit Ende Februar dagegen deutlich mehr verkauft. Der Naturkostfachhandel berichte von 30 bis 60 Prozent mehr Umsatz, besonders bei Getreideprodukten, Kartoffeln und Molkereiprodukten.

Einige Konsumenten seien wohl bereit, als Ausgleich für wegfallende Restaurantbesuche mehr für höherwertige Lebensmittel auszugeben. Mit Problemen müssten aber Direktvermarkter rechnen, wenn teils Wochenmärkte gesperrt werden.

Starke Nachfrage nach lagerfähigen Produkten

Insgesamt gebe es im Einzelhandel auch bei Milch nach wie vor eine starke Nachfrage nach lagerfähigen Produkten wie H-Milch, Sahne, Butter und Schnittkäse. Bei Butter und Käse gleiche das den Nachfragerückgang bei Großabnehmern teils mehr als aus. Verhandlungen über die Preise ab 1. April zwischen Molkereien und Handel hätten vor diesem Hintergrund auch mit einem Plus abgeschlossen werden können.

Bei Schweinefleisch habe sich die Nachfrage in den Supermärkten im Vergleich zu den vergangenen zwei Wochen beruhigt. “Die Konsumenten scheinen sich eingedeckt zu haben”, heißt es in dem Marktbericht.

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In den nächsten Tagen und Wochen werde aber mit mehr Nachfrage nach Grillfleisch gerechnet. Bei Rindfleisch sei die zu Ostern übliche Belebung ausgeblieben, die sonst mit Preisaufschlägen verbunden war.

Saisonkräfte für Pflanzarbeiten dringend benötigt

Bei Obst seien Äpfel weiter gefragt - nun wieder auf normalem Niveau bei leicht anziehenden Preisen. Die Versorgung des Marktes reiche voraussichtlich bis zur Ernte ab August/September. Gemüse-Importe liefen weiter, derzeit im Wesentlichen aus Italien, Spanien und zunehmend auch aus den Niederlanden und Belgien.

Weiterhin gebe es große Unsicherheit mit Blick auf Saisonkräfte bei laufenden Pflanzarbeiten unter anderem für Salate, Kohl und viele andere Gemüsearten. Daneben läuft jetzt die Ernte bei Spargel, Rhabarber, Salaten, Erdbeeren und Salatgurken an. Derzeit sei ungewiss, wie und in welchem Umfang die Arbeiten erledigt werden können, heißt es in der Analyse.

RND/dpa

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