Offene Fragen zu nachhaltigen Fonds

Nach Greenwashing-Vorwurf: Deutsche-Bank-Tochter tauscht Chef aus

Die Fondstochter DWS steht in der Kritik.

Die Fondstochter DWS steht in der Kritik.

Frankfurt/Main. Die nach Vorwürfen wegen sogenannten Greenwashings bei Finanzprodukten unter Druck stehende Deutsche-Bank-Fondstochter DWS wechselt ihren Chef aus. Stefan Hoops werde auf der Hauptversammlung am 10. Juni als neuer Vorsitzender der Geschäftsführung eingesetzt, teilte die DWS in der Nacht zu Mittwoch mit. Der bisherige Chef Asoka Wöhrmann werde sein Mandat am selben Tag niederlegen. Hoops kommt vom Mutterkonzern, dort war er als Leiter der Unternehmensbank der Deutschen Bank tätig. Gründe für den Wechsel wurden nicht mitgeteilt.

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Zuletzt schlug der bereits seit längerem existierende Ärger wegen der „Greenwashing“-Vorwürfe wieder hohe Wellen. Am Dienstag bekamen die Deutsche Bank und die DWS Besuch von Ermittlern, die Räume in der Zentrale des größten deutschen Geldhauses in Frankfurt sowie im benachbarten Gebäude der DWS durchsuchten. Beteiligt waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft etwa 50 Einsatzkräfte von Staatsanwaltschaft, Finanzaufsicht Bafin und Bundeskriminalamt (BKA).

Nach Angaben einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft von Dienstag geht es um den Verdacht des Kapitalanlagebetrugs. „Das Verfahren richtet sich gegen bislang unbekannte Mitarbeiter und Verantwortliche der DWS.“ Die Ermittlungen laufen nach Angaben der Behörde seit Mitte Januar 2022.

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Hintergrund der Maßnahme sind seit Monaten kursierende „Greenwashing“-Vorwürfe gegen die DWS. Demnach soll der Vermögensverwalter Angaben zu Nachhaltigkeitskriterien zu hoch angesetzt haben und bei Themen wie Umwelt- und Klimaschutz in Wahrheit nicht so weit fortgeschritten sein wie angegeben. Ins Rollen gebracht hatte die Ermittlungen im vergangenen Jahr die frühere Nachhaltigkeitsbeauftragte der DWS, Desiree Fixler. Die DWS hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

RND/dpa

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