Erholung im Dax geht weiter – die Vorsicht bleibt

Der Dax legt zu.

Der Dax legt zu.

Frankfurt/Main. Mit der Hoffnung auf ein Nachlassen der Corona-Pandemie hat der deutsche Aktienmarkt seinen Erholungskurs am Dienstag fortgesetzt – wenn auch etwas langsamer. In der Spitze legte der Dax noch um mehr als 5 Prozent zu, reduzierte seine Gewinne zum Schluss allerdings auf 2,79 Prozent und landete bei 10.356,70 Punkten. Am Vortag war er noch um fast 6 Prozent gestiegen. Seit dem Crash-Tief Mitte März von rund 8255 Punkten hat sich der Index mittlerweile um mehr als ein Viertel berappelt. Der M-Dax rückte am Dienstag um 2,07 Prozent auf 21.538,13 Zähler vor.

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Der Euro-Zone-Leitindex Euro-Stoxx 50 legte um 2,21 Prozent auf 2857,67 Punkte zu. Auch in Paris und London stabilisierten sich die Kurse weiter mit einem Plus beim französischen Leitindex Cac 40 und beim britischen FTSE 100 von ebenfalls jeweils gut 2 Prozent. An der Wall Street legte der Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss um rund 3 Prozent zu.

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Crash-Verlierer legen wieder zu

Wie schon am Vortag lagen die großen Kursverlierer der Crash-Phase in der Erholung nun vorn: An die Dax-Spitze setzten sich MTU mit einem Plus von deutlich mehr als 5 Prozent. Die Deutsche Bank, Heidelberg-Cement und Continental gehörten ebenfalls zu den größten Gewinnern. Infineon legten in dieser Gruppe um mehr als 5 Prozent zu. Hier machten Börsianer solide Quartalszahlen des Chipherstellers Samsung als Kurstreiber aus.

Wegen der Viruspandemie strich mit Hugo Boss ein weiteres Unternehmen die Dividende für 2019. Anleger zeigten sich jedoch ungerührt, die Aktie legte im M-Dax um fast 7 Prozent zu.

Immobilienunternehmen steigen ebenfalls

Auch Aktien von Immobilienunternehmen machten eine gute Figur. Vor allem jene Konzerne mit Fokus auf Gewerbeimmobilien nahmen an Fahrt auf – der Luxemburger Gewerbeimmobilien-Spezialist Aroundtown etwa legte um knapp 8 Prozent zu. Im S-Dax ging es für die Aktien des auf Einkaufszentren spezialisierten Immobilieninvestors Deutsche Euroshop, für die Frankfurter Dic Asset und für den Berliner Konzern Ado Properties um 6 bis 7 Prozent nach oben.

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Auch bei anderen zuletzt besonders stark in Mitleidenschaft gezogenen Titeln gingen Investoren auf Schnäppchensuche: Die Aktien von Thyssenkrupp, Airbus, Ceconomy und Ströer verbuchten Aufschläge zwischen 7 und 11 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,43 Prozent am Montag auf minus 0,38 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,21 Prozent auf 144,42 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,89 Prozent auf 170,40 Zähler nach. Der Euro-Kurs legte nach der jüngsten Schwäche zu. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,0887 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,0885 Dollar festgesetzt.

RND/dpa

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