Ex-Vorstände verzichten auf fast 40 Millionen Euro Extragehalt

Anshu Jain sollte als einer von zehn ehemaligen Managern der Deutschen Bank noch 7,27 Millionen Euro Boni bekommen. Auf einen Teil des Extragehalts verzichtet er nun.

Anshu Jain sollte als einer von zehn ehemaligen Managern der Deutschen Bank noch 7,27 Millionen Euro Boni bekommen. Auf einen Teil des Extragehalts verzichtet er nun.

Frankfurt. Einigung im Boni-Streit bei der Deutschen Bank: Zehn Ex-Vorstände und ein noch amtierender Topmanager verzichten freiwillig auf deutlich mehr als die Hälfte ihrer noch nicht ausbezahlten variablen Vergütung. Sie seien damit einverstanden, dass von 69,8 Millionen Euro, die ihnen die Bank noch schulde, lediglich 31,4 Millionen Euro ausbezahlt würden, teilte das Institut am Donnerstag in Frankfurt mit. Das Geldhaus hatte Erfolgsprämien auf Eis gelegt, betroffen waren unter anderem die früheren Chefs Josef Ackermann, Jürgen Fitschen und Anshu Jain. Das Institut bittet ehemalige Vorstände für die Milliardenkosten der skandalträchtigen Vergangenheit zur Kasse.

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Unklar ist, auf wie viel jeder einzelne Manager verzichtet. Dazu wollte sich die Deutsche Bank nicht äußern. Im Fall von Jain lagen früheren Angaben zufolge 7,27 Millionen Euro auf Eis. Hinzu kamen 161 000 Aktienoptionen - aktuell haben diese einen Wert von rund 2,6 Millionen Euro. Bei Ackermann waren es demnach 4,64 Millionen Euro und 124 000 Aktienoptionen (aktuell etwa 2 Millionen Euro).

Jain leitete viele Jahre das Investmentbanking des Konzerns, in dem etliche der teuren Rechtsstreitigkeiten ihren Ursprung haben. Von Juni 2012 bis Mitte 2015 führte Jain gemeinsam mit Fitschen die Bank. Ackermann stand von 2002 bis Ende Mai 2012 an der Spitze der Deutschen Bank, unter seiner Führung wurde das Investment-Bankgeschäft maßgeblich ausgebaut.

Finanzielle Ansprüche gegenüber den Managern will die Bank nicht erheben. Nach den Ergebnissen mehrerer Untersuchungen „besteht für durchsetzbare Ersatzansprüche gegen damals amtierende Vorstandsmitglieder keine ausreichende faktische und rechtliche Grundlage“, erklärte das Institut.

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Von RND/dpa

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