Mega-Projekt im Cottbuser Ostsee

Hier entsteht Deutschlands größte schwimmende Solaranlage

Sogenannte Dalben, Stahlrohre als Befestigungspunkt, werden beim Bau einer schwimmenden Photovoltaik-Anlage in die Erde auf dem Gelände des künftigen Ostsees gerammt.

Sogenannte Dalben, Stahlrohre als Befestigungspunkt, werden beim Bau einer schwimmenden Photovoltaik-Anlage in die Erde auf dem Gelände des künftigen Ostsees gerammt.

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Cottbus. Die Lausitz kommt in ihrem Wandel weg von der Braunkohle hin zu Erneuerbaren Energien ein weiteres Stück voran. Am Dienstag erfolgte der offizielle Baustart für eine schwimmende Solarstrom-Anlage auf dem künstlich angelegten Cottbuser Ostsee im ehemaligen Tagebaugebiet.

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Die schwimmende 29 MWp-Solaranlage auf dem künftigen Cottbuser Ostsee wird nach ihrer Fertigstellung zu den europaweit größten Floating-PV-Anlagen gehören.

Die schwimmende 29 MWp-Solaranlage auf dem künftigen Cottbuser Ostsee wird nach ihrer Fertigstellung zu den europaweit größten Floating-PV-Anlagen gehören.

Mit einer Fläche von 16 Hektar - das sind rund 22 Fußballfelder - ist es nach Angaben des Betreibers Leag und des Projektentwicklers EP New Energies (EPNE) die größte schwimmende Photovoltaik-Anlage in Deutschland und eine der größten in Europa. Die Inbetriebnahme ist für die zweite Jahreshälfte 2024 geplant.

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Die Solaranlage soll einmal rund 29.000 Megawattstunden Strom pro Jahr erzeugen: Das würde ausreichen, um 8250 Haushalte zu versorgen. Rund 51.000 Solarmodule sind auf fast 1900 Schwimmkörpern an 34 sogenannten Dalben befestigt. Die Rohre verankern die Anlage in dem Bergbaufolgesee. Der Bau beginnt noch im „Trockenen“ und schwimmt dann mit steigendem Wasserspiegel auf. Der ehemalige Tagebau Cottbus-Nord wird seit 2019 geflutet und soll in diesem Jahrzehnt der größte künstliche Binnensee Deutschlands werden.

Der ehemalige Braunkohle-Tagebau wird zurzeit geflutet und soll schon bald der größte künstliche See Deutschlands werden.

Der ehemalige Braunkohle-Tagebau wird zurzeit geflutet und soll schon bald der größte künstliche See Deutschlands werden.

Anlage soll Uferbesucher nicht stören

Von touristisch genutzten Ufern des Sees wird die schwimmende Anlage kaum wahrnehmbar sein, erläuterte Projektleiter Torsten Bahl. Sie solle weniger als ein Prozent des 1900 Hektar großen Ostsees einnehmen und zu genutzten Ufern über einen Kilometer entfernt sein.

Mit dem grünen Strom der PV-Anlage soll auch ein klimaneutrales Hafenquartier versorgt werden, das am Ostsee geplant ist. Dort sollen Gewerbeflächen, ein Energiecampus als Denkfabrik, sowie ein Bildungs- und Behördenzentrum mit zahlreichen Arbeitsplätzen entstehen. Am Nordufer liegt bereits ein Sportboothafen. Auch ein Urlauberdorf ist geplant. Insgesamt geht es um über 20 Projekte.

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„Das Potenzial ist gigantisch groß“

Die Anlage soll in das touristische Konzept des Sees passen. Deshalb ist nach Worten von EPNE-Geschäftsführer Dominique Guillou die Anlage umschiffbar, das Kabel führe unter dem Seeboden zum Ufer. Er sieht die Anlage als ersten Schritt und peilt noch weitere Projekte in Südbrandenburg an. „Das Potenzial ist gigantisch groß. Das sollten wir nutzen im Sinne der Energiewende und das werden wir nutzen.“

RND/dpa

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