Steigende Preise

Persönlicher Inflationsrechner: Wie stark hat sich Ihr Leben verteuert?

Mehrkosten durch die Inflation machen sich vor allem im Einkaufswagen bemerkbar.

Bereits in den Monaten vor Kriegsbeginn wurden in Deutschland Inflationsraten gemessen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Im Juni hat die Inflationsrate einen neuen Wert von 7,6 Prozent erreicht, hat das Statistische Bundesamt ermittelt. Seit Kriegsbeginn hat die Teuerung noch einmal spürbar angezogen, insbesondere Energie ist merklich teurer geworden, aber auch die Preise für Nahrungsmittel stiegen überdurchschnittlich.

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Wie viel Inflation steckt in meinem Warenkorb?

Da sich die Konsumgewohnheiten der Deutschen zum Teil aber erheblich unterscheiden, fällt auch die persönliche Inflationsrate höchst unterschiedlich aus. Beispielsweise geben Menschen mit geringem Einkommen einen höheren Anteil für Lebensmittel aus. Wer etwa viele Strecken mit dem Fahrrad zurücklegt, bleibt weitgehend von den steigenden Spritkosten verschont.

Mit dem Inflationsrechner des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) können Sie sich einen individuellen Warenkorb zusammenzustellen – und so die Preisentwicklung dieses Güterbündels während der vergangenen Jahre nachverfolgen.

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Der Einfachheit halber behalten die ausgewählten Produkte in dem Rechner den gleichen Einfluss auf das Ergebnis wie in der offiziellen Statistik. Die Wohnungsmiete beispielsweise trägt weit stärker zur persönlichen Inflation bei als der Preis für das Festnetztelefon. Produkte, die jedoch in die allgemeine Inflationsrate einfließen, aber für den eigenen Konsum keine Rolle spielen, gehen hingegen nicht mehr in das Resultat ein und verzerren auf diese Weise nicht mehr die persönliche Inflationsrate.

Besondere Bedeutung haben für viele Konsumenten die Spritpreise, immerhin sind sie für alle Verkehrsteilnehmerinnen und ‑teilnehmer gut sichtbar am Straßenrand angebracht. Der allmähliche Auftrieb begann schon Ende 2020 und hat durch den Krieg in der Ukraine einen enormen Schub bekommen.

Spritpreise klettern in die Höhe

Neben Benzin, Heizöl, Erdgas und anderen Energieprodukten haben sich auch zahlreiche Lebensmittel verteuert. Der Preis von Weizenmehl etwa ist im Jahresvergleich um fast 50 Prozent gestiegen.

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Zum einen ist das Angebot knapp, weil Exporte aus der Ukraine fehlen. Zum anderen steigt die Nachfrage, weil die Bürgerinnen und Bürger Notvorräte anlegen. In die Kategorie Hamsterkäufe fällt auch die nach Kriegsbeginn wieder gestiegene Nachfrage nach Toilettenpapier, zumindest können die Händler einen ordentlichen Preisaufschlag durchsetzen.

Hamstern treibt die Preise

Doch längst nicht alle Preissprünge lassen sich direkt oder indirekt auf den Krieg zurückführen. Viele Produkte schwanken schlicht saisonal. Kinderjacken zum Beispiel sind immer dann am teuersten, wenn sich das Wetter ändert, also im Frühjahr und im Herbst. Wer antizyklisch handelt und die Kinder zur Jahresmitte und zum Jahreswechsel neu einkleidet, kann viel Geld sparen.

Der Zyklus der Kinderkleidung

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Auch die Preise vieler Lebensmittel schwanken mit einer gewissen Regelmäßigkeit. Während Weintrauben beispielsweise in den Sommermonaten günstig werden, haben Zitrusfrüchte im Winter Saison.

Saisonales Obst

Das Lebensmittel mit der höchsten Preissteigerung ist derzeit Sonnenblumenöl, völlig unabhängig von saisonalen Schwankungen. Seit Februar ist es zum Teil schwer zu bekommen, und wenn doch etwas vorrätig ist, dann kostet die Flasche durchschnittlich 85 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

In der folgenden Grafik lassen sich alle rund 650 Produkte aus den zwölf Produktgruppen der Preisstatistik erkunden. In jeder Produktgruppe ist das Produkt mit der höchsten Inflationsrate vorausgewählt. Die weiteren Produkte einer Kategorie sind ausgegraut im Hintergrund erkennbar und lassen sich im Dropdown-Menü auswählen.

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