IWF-Chefin: Schlimmster Wirtschaftscrash seit der großen Depression

Kristalina Georgieva, Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), spricht während einer Pressekonferenz.  Zur Bewältigung der Coronavirus-Krise bietet der Internationale Währungsfonds (IWF) betroffenen Ländern massive Finanzhilfen an.

Kristalina Georgieva, Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), spricht während einer Pressekonferenz. Zur Bewältigung der Coronavirus-Krise bietet der Internationale Währungsfonds (IWF) betroffenen Ländern massive Finanzhilfen an.

IWF-Chefin Kristalina Georgieva warnt vor einer dramatischen Wirtschaftskrise, die nahezu alle Länder der Welt treffen wird. Sie und der Internationale Währungsfonds rechnen damit, dass die Wirtschaftsleistung 2020 drastisch einbrechen wird. “Wir sind mit einer noch nie dagewesenen Krise konfrontiert”, sagte Georgieva ausweislich ihres Redemanuskripts zum Auftakt der IWF-Frühjahrstagung. Ihr zufolge erwartet der IWF, dass 2020 die Wirtschaft von 170 der 189 IWF-Mitgliedsstarten schrumpfen wird. Das sei der schlimmste Zusammenbruch seit der großen Depression Ende der 1920er Jahre. Und auch für 2021 rechnet Georgieva nur mit einer teilweisen Erholung der Weltwirtschaft.

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Acht Billionen Euro gegen die Krise

Zugleich betonte die IWF-Chefin, dass weltweit umfangreiche Maßnahmen zur Stabilisierung der Lage anliefen. Mehr als acht Billionen Euro hätten Staaten zugesagt, um Gesundheitssysteme zu stärken und die Wirtschaftskrise abzufedern. Ärzte und Pfleger arbeiteten derzeit rund um die Uhr, Wissenschaftler würden mit Sicherheit Gegenstrategien und Medikamente finden. “Bis dahin müssen Einzelpersonen, Regierungen, Unternehmen, wichtige Persönlichkeiten und internationale Organisationen entschlossen und gemeinsam agieren, um Leben und Wohlstand zu schützen”.

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Besonders gefährdet sind aus Georgievas Sicht Menschen in besonders armen oder ohnehin krisengeschüttelten Staaten. Zwar kenne die nun heraufziehende Wirtschaftskrise keine Grenzen, betroffen werde jeder sein. Allerdings hätten Entwicklungs- und Schwellenländer schwächere Gesundheitssysteme und weniger Ressourcen, um der Krise zu begegnen. “Einigen könnten untragbare Schuldenlasten drohen”, warnt Georgieva deshalb.

Was die Weltgemeinschaft und die IWF-Mitglieddstaaten nun unternehmen können, will Georgieva mit ihnen bei der nun beginnenden Frühjahrstagung besprechen. Die findet wegen des Coronavirus per Videoschalte statt, am Dienstag sollen konkretere Konjunkturprognosen sowie Ergebnisse bekanntgegeben werden.

RND/hö

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