Kraftfahrtbundesamt untersucht Porsche Cayenne

Bei einem Test des Tüv Nord sollen zu hohe Stickoxid-Werte eines Porsche Cayenne aufgefallen sein.

Bei einem Test des Tüv Nord sollen zu hohe Stickoxid-Werte eines Porsche Cayenne aufgefallen sein.

Berlin. Gerät nun auch Porsche in den Sog des Abgas-Skandals? Zuletzt hatte der „Spiegel“ noch über einen beim Tüv Nord in Auftrag gegebenen Test berichtet, bei dem zu hohe Stickoxid-Werte eines Porsche Cayenne aufgefallen seien.

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Ein Insider äußerte daraufhin den Verdacht, das Modell könnte eine unzulässige Abschalteinrichtung für die Schadstoffreinigung haben – jenes System also, das auch den VW-Abgasskandal einleitete. Nun steht der Sportwagen-Hersteller aus Stuttgart-Zuffenhausen vor der Gewissheit: Sein Porsche Cayenne wird vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) untersucht werden.

Porsche bezieht Dieselmotoren von Audi

Dies teilte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums am Montag in Berlin mit, welche das KBA anwies, die Untersuchungen durchzuführen. Porsche bezieht seine großen Dieselmotoren im VW-Konzernverbund auch von Audi. Hintergrund ist eine Anfang Juni vom Ministerium publik gemachte Kombination von Motor und Getriebe bei zwei Audi-Modellen, durch die Autos am Lenkwinkel erkennen, dass sie auf einem Prüfstand stehen. Das Kraftfahrtbundesamt stuft dies als unzulässig ein. Während bei einem solchen Test das Lenkrad nicht stark eingeschlagen ist, können Fahrzeuge im normalen Straßenbetrieb die Abgasreinigung herunterfahren, wenn kein Testdurchlauf erkannt wird.

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Ein Porsche-Sprecher wollte die Äußerungen des Ministeriums auf Anfrage nicht kommentieren. Man sei noch nicht offiziell informiert worden. Im VW-Abgas-Skandal spielt Porsche bisher eher eine Nebenrolle. In Deutschland ist bisher der kleinere Geländewagen Macan Teil eines „freiwilligen“ Rückrufs von 630 000 Fahrzeugen verschiedener Marken, bei denen amtliche Zweifel an der Abgastechnik bestehen - aber nicht der Vorwurf einer illegalen Einrichtung erhoben wird. Von insgesamt 33 000 Macan-Modellen wurden inzwischen laut Porsche rund 26 000 nachgebessert.

Von RND/dpa.

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