Energiesicherheit und saubere Luft

Mit US-Hilfe: Polens neues Atomkraftwerk als Botschaft an Russland

Mateusz Morawiecki, Ministerpräsident von Polen

Mateusz Morawiecki, Ministerpräsident von Polen

Warschau. Die polnische Regierung will ein seit Jahren geplantes Atomkraftwerk mit Hilfe der USA errichten. Polen setze auf die verlässliche und sichere Technik des Unternehmens Westinghouse Electric Company, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Freitagabend. Das enge Bündnis Polens mit den USA garantiere den Erfolg gemeinsamer Initiativen.

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US-Energieministerin Jennifer Granholm sagte, das Projekt begründe Energiesicherheit für künftige Generationen und schaffe oder sichere Arbeitsplätze für mehr als 100.000 Arbeitnehmer in den USA.

EU produziert Rekordmenge an erneuerbarem Strom

In der EU ist die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine stark gestiegen.

Schlimme Luftverschmutzung durch Kohlekraftwerke

Das Geschäft betrifft drei Atomreaktoren im Norden Polens. Nach Angaben aus der Regierung sollen sie ab 2033 Strom liefern. Polen hatte auch Angebote aus Frankreich und Südkorea geprüft. Morawieckis Vize Jacek Sasin deutete an, Südkorea könne auch künftig eine Rolle bei dem Projekt spielen. „Das ist nicht unser letztes Wort“, sagte er. Kommende Woche werde es in Seoul weitere Gespräche über ein großes Energieprojekt geben.

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Insgesamt will Polen 40 Milliarden Dollar für zwei Atomkraftwerke mit jeweils drei Reaktoren ausgeben. Polen hat wegen seiner veralteten Kohlekraftwerke mit die schlimmste Luftverschmutzung in Europa. Diese will es durch Atomkraft ersetzen und zugleich mehr Unabhängigkeit in der Energieversorgung erreichen. Der Krieg Russlands in der Ukraine, in dem Moskau Energieträger als Druckmittel gegen den Westen einsetzt, hat dieses Bestreben Polens noch verstärkt.

Granholm sagte, der Bau eines Atomreaktors in Polen sei auch eine Botschaft an Russland. „Wir werden nicht länger zulassen, dass sie Energie als Waffe einsetzen“, sagte Granholm. Der Westen werde die Energieversorgungsketten diversifizieren und die Zusammenarbeit beim Klimaschutz stärken.

RND/AP

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