Hameln

Aus für den „Bismarckturm“

Das Restaurant am Bismarckturm ist geschlossen.

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Von Kerstin Hasewinkel

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Hameln. Am Telefon bestätigen Kathrin und Wolfgang Lidel, dass sie vorübergehend haben schließen müssen. Und mehr noch: Das Gastronomen-Paar, das sich Anfang Januar von den "Küchenchefs" Ralf Zacherl, Martin Baudrexel und Mario Kotaska in der gleichnamigen Vox-Serie prominente Hilfe geholt hatte, wird das Hamelner Traditionslokal auch nicht wieder öffnen können. "Wir haben Insolvenz angemeldet", sagt Kathrin Lidel.

Die schwere Erkrankung ihres Mannes, die allgemein bekannt sei und auch in der TV-Produktion Thema war, lasse es nicht mehr zu, dass er in der Küche stehe. In der Sendung, die am 19. Januar ausgestrahlt worden war, hatte Küchenchef Mario Kotaska die Lidels als „vom Schicksal gebeutelt“ genannt. Und ihnen bestätigt: „Die kochen toll.“ Fernsehzuschauer wurden Zeugen, wie es Tipps und Tricks für eine gute Küche gab, die Speisekarte reduziert und die Einrichtung erneuert wurde. Auch ein Finanzplan wurde erstellt und die Werbetrommel gerührt. Das empfohlene bayrische Konzept hatte dann aber offenbar doch nicht den erwarteten Erfolg. Der hatte sich dann durch den Wechsel hin zu klassisch-anspruchsvoller deutscher Küche eingestellt.

Nach der TV-Sendung, die im September 2012 aufgezeichnet worden war, seien die Umsätze „super“ gewesen, „aber allein kann ich den Betrieb nicht führen“, so die Pächterin, die als Serviceleiterin fungierte. Sie und ihr Mann wohnen auch nicht mehr in dem Gebäude, „wir sind bei Freunden untergekommen“. Wie es persönlich für die Lidels weitergeht, die nicht aus Hameln stammen, wissen sie noch nicht. „Was unsere Zukunft betrifft, ist alles offen. Aber erst mal müssen wir das hier zu Ende bringen“, sagt der gebürtige Bayer.

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Mit der Eröffnung des Restaurants im Juli 2011 hatten sich Kathrin und Wolfgang Lidel einen Traum erfüllt. Doch nach anfänglichem Erfolg gingen die Umsätze schnell zurück. „Es hat nicht sollen sein, obwohl die Zeichen auf Erfolg standen“, so Lidel, gelernter Koch, traurig. Denn nicht nur seine gesundheitliche Situation sieht er als Grund für das Scheitern: Das Ehepaar gibt auch das „schwierige Verhältnis“ mit der Verpächterin an. Da es sich um ein schwebendes Verfahren handele, das mittlerweile juristisch geklärt werde, möchte er keine Details nennen. Die Eigentümerin war auch in der Fernsehsendung damals zu sehen. „Küchenchef“ Ralf Zacherl hatte in der Sendung Anfang des Jahres gesagt: „Ich hoffe, dass dieses Verhältnis sich noch ein bisschen bessert.“

„Schade um das Objekt“, meint Lidel, der immer noch in Kontakt mit den Küchenchefs steht. „Wir haben ein paar Mal telefoniert.“ Von dem Aus für den Bismarckturm wissen sie auch schon. Als die Fernsehköche fünf Wochen nach Ausstrahlung der ersten Folge erneut zu Gast in Hameln waren, meinten sie: „So ein tolles Betreiberpärchen. Das wäre richtig ärgerlich, wenn der Laden kaputt geht.“

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