Verdienstkreuz 1. Klasse für Traugott Grundmann

Zukunftsweisendes Engagement für den Handwerksnachwuchs

Bundesverdienstkreuz für Obermeister: Traugott Grundmann mit Ministerin Elisabeth Heister-Neumann, seiner Ehefrau Alexandra, dem stellvertretenden Landesinnungsmeister Arndt Pöhlmann sowie dem früheren Landtagsabgeordneten Werner Gröbmeyer aus St. Andreasberg . pj

Bundesverdienstkreuz für Obermeister: Traugott Grundmann mit Ministerin Elisabeth Heister-Neumann, seiner Ehefrau Alexandra, dem stellvertretenden Landesinnungsmeister Arndt Pöhlmann sowie dem früheren Landtagsabgeordneten Werner Gröbmeyer aus St. Andreasberg . pj

„Sie haben in Ihrem Berufsleben von Anfang an die Mitverantwortung für den Handwerksnachwuchs übernommen – beispielsweise bei der Ausgestaltung des Berufsgrundbildungsjahrs oder bei der überbetrieblichen Berufsausbildung. Sie haben sich maßgeblich dafür eingesetzt, dass das überbetriebliche Ausbildungszentrum in St. Andreasberg heute eines der modernsten im deutschen Dachdeckerhandwerk ist. Ihr zukunftsweisendes Engagement verdient höchsten Respekt“, betonte Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann.

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Sie hob in ihrer Laudatio besonders die Leistungen des 62-jährigen Hessisch Oldendorfers auf dem Gebiet der Aus- und Fortbildung hervor. „Sie stehen für die Einheit von Verantwortungsbewusstsein und Unternehmergeist, die das Handwerk auszeichnet. In vielfältiger und vorbildlicher Weise haben Sie sich für die Interessen und Zukunftsperspektiven der Dachdecker in unserem Land engagiert. Damit haben Sie einen wichtigen Zweig des Handwerks maßgeblich vorangebracht“, lobte Heister-Neumann während der Feierstunde im Gästehaus der Landesregierung.

Der Deckberger Pfarrerssohn Grundmann hatte sich nach dem Besuch des Schillergymnasiums in Hameln zunächst für die Bundeswehr entschieden. Damals war er der jüngste Hauptmann und bildete als Fluglehrer Piloten aus. Was ihn auch nach Amerika brachte, wo er sein Hobby entdeckte. Seitdem sammelt er VW-Oldtimer, was Grundmann weltweite Bekanntheit einbrachte.

Sein Beamten-Dasein gab der umtriebige junge Mann auf und stieg ins Dachdeckergeschäft seines Schwiegervaters ein. Unmittelbar im Anschluss an seine Ausbildung als Dachdecker – 1981 erwarb er den Gesellenbrief, und zwei Jahre später schloss er die Ausbildung zum Meister mit der Note „sehr gut“ ab – engagierte sich Grundmann in verschiedenen Organisationen und Gremien seines Berufsstandes. Dies geschah zunächst als Arbeitnehmer, später als Unternehmer mit eigenem Betrieb.

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Seit 2000 ist Grundmann der Landesinnungsmeister für Niedersachsen und Bremen. Im selben Jahr wurde er in den Hauptvorstand des Zentralverbandes des deutschen Dachdeckerhandwerks gewählt. Dort wirkt er in verschiedenen Kommissionen mit, darunter der Strategie- und der Tarifkommission. „Sie haben in dieser Funktion maßgeblich dazu beigetragen, dass auch im Dachdeckerhandwerk das Saisonkurzarbeitergeld tariflich verankert werden konnte, was die Winterarbeitslosigkeit deutlich verringert hat. Gleiches gilt für die Sozialkassen des Dachdeckerhandwerks, die heute eine tariflich geregelte Möglichkeit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorhalten, eine zusätzliche Altersvorsorge zu betreiben“, führte die Ministerin aus. Außerdem ist Grundmann im Vorstand der Sozialkassen des Dachdeckerhandwerks tätig.

Seit 1995 ist er Vorstandsmitglied der Kreishandwerkerschaft Schaumburg, seit 1996 Aufsichtsratsmitglied der Dachdecker-Einkaufsgenossenschaft Hannover und seit 1997 ehrenamtlicher Vorstand. Nach der Fusion mit der Einkaufsgenossenschaft Braunschweig gehört der Geehrte dem Vorstand der neuen DEG Ost an, die zunächst Insolvenz anmelden musste. Die Ministerin hob hervor, dass es Grundmann zu verdanken sei, dass diese „erfolgreich saniert ist und die Genossenschaftsanteile wieder werthaltig sind“.

Besondere Verdienste hat sich Grundmann bei der Erweiterung des überbetrieblichen Ausbildungszentrum in St. Andreasberg erworben, das heute zu den drei Kompetenzzentren des Dachdeckerhandwerks in Deutschland zählt. „Wenn man fördert, braucht man auch Räume“, betont Grundmann. pj

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