Startet Weihnachtsgebäck-Verkauf jedes Jahr früher?

Bereits Anfang September steht Lebkuchen wieder in den Supermarktregalen.

Bereits Anfang September steht Lebkuchen wieder in den Supermarktregalen.

Bonn. Fast vier Monate vor Weihnachten haben Lebkuchen, Christstollen und Dominosteine in vielen Läden bereits wieder Hochkonjunktur. „Wir beobachten, dass die Nachfrage da ist“, begründete ein Sprecher des Discounters Aldi Nord das frühzeitige Angebot. Viele Kunden warteten bereits auf das Weihnachtsgebäck und erkundigten sich danach in den Läden, hieß es bei dem Mülheimer Schwesterunternehmen Aldi Süd.

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Vor allem der Heißhunger auf Lebkuchen sei zum Saisonstart in der Regel besonders groß, so dass der September der umsatzstärkste Monat für das Traditionsgebäck sei, berichtete ein Sprecher des Aachener Lebkuchenherstellers Lambertz. Auch eher warme Temperaturen wie im Herbst 2016 minderten dabei die Nachfrage nicht. Darüber hinaus verteilten sich die Umsätze in den Monaten Oktober, November und Dezember fast gleichmäßig.

Verbraucher müssen auf Adventskalender warten

Lediglich auf Adventskalender und klassische Schokoladenfiguren wie Nikoläuse müssten die Verbraucher noch einige Wochen warten, hieß es bei der Supermarktkette Rewe. Dabei sei der Saisonstart für das Weihnachtsgebäck in den vergangenen Jahren nicht immer weiter nach vorne verschoben worden, betonte Rewe-Sprecher Andreas Krämer.

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Vor allem in Osteuropa sei Lebkuchen dagegen ganzjährig gefragt, hieß es bei Lambertz. Neben europäischen Nachbarländern wie Österreich und der Schweiz sei das Weihnachtsgebäck vor allem in den USA beliebt. Auch in Australien und Neuseeland wachse die Nachfrage.

Spekulatius und Stollen auf Rang zwei

Nach einer vom Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie vorgelegten Statistik liegt der Pro-Kopf-Verbrauch an den Leckereien derzeit in Deutschland bei knapp einem Kilogramm pro Jahr. Als Favorit der Verbraucher liegt dabei der Lebkuchen mit einem Anteil am Gesamtabsatz von 38 Prozent deutlich vorn. Mit jeweils 21 Prozent teilen sich Spekulatius und Stollen den zweiten Rang, während Dominosteine mit elf Prozent auf dem dritten Platz landen.

Neue Geschmacksrichtungen seien bei Lebkuchen auch in diesem Jahr nicht geplant, heißt es bei Lambertz. „Traditionelle Produkte haben auch traditionelle Rezepturen.“

Von Uta Knapp

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