T-Mobile US: Sprint-Fusion soll bis April über die Bühne gehen

Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, zeigt während der Bilanz-Pressekonferenz ein Urteil eines amerikanischen Gerichtes. Dieses hatte den Weg freigemacht, die US-Tochter T-Mobile mit dem kleineren Rivalen Sprint zu fusionieren.

Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, zeigt während der Bilanz-Pressekonferenz ein Urteil eines amerikanischen Gerichtes. Dieses hatte den Weg freigemacht, die US-Tochter T-Mobile mit dem kleineren Rivalen Sprint zu fusionieren.

Bellevue/Overland Park. Der milliardenschwere Zusammenschluss der Telekom-Tochter T-Mobile mit dem kleineren US-Partner Sprint soll bis zum 1. April zum Abschluss gebracht werden. Das teilten die Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit.

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T-Mobile und Sprint einigten sich auf leicht abgeänderte Fusionsbedingungen. Ein neues Abkommen sieht vor, dass der Bonner Telekom-Konzern mit 43 Prozent einen um einen Prozentpunkt höheren Anteil am verschmolzenen Unternehmen erhalten wird, als zunächst geplant gewesen war.

Die dritt- und viertgrößten US-Mobilfunker hatten ihren Zusammenschluss eigentlich bereits im April 2018 vereinbart. Doch wegen wettbewerbsrechtlicher Bedenken war lange ungewiss, ob der Mega-Deal zustande kommt.

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Kritiker fürchten Preiserhöhungen

Kritiker fürchten, dass die Fusion den Wettbewerb auf dem US-Telefonmarkt stark einschränkt und zu Jobverlusten und Preiserhöhungen führt. Vergangene Woche erst entschied sich ein wichtiger US-Kartellrechtsprozess zugunsten der Unternehmen, wodurch eine der letzten Hürden beseitigt wurde.

T-Mobile-Chef John Legere hatte bereits angekündigt, dass die Fusionsbedingungen nachverhandelt werden könnten. In den fast zwei Jahren seit der ursprünglichen Vereinbarung tat sich Sprint sehr schwer und büßte stark an Börsenwert ein.

Den Deal komplett neu aufzuschnüren wäre jedoch aufwendig und langwierig gewesen, da die Aktionäre dann erneut hätten abstimmen müssen. Stattdessen begnügte sich die Telekom letztlich mit einem etwas höheren Anteil. Dafür wird der japanische Sprint-Mehrheitseigner Softbank nun nur noch 24 statt 27 Prozent erhalten, während 33 Prozent an freie Aktionäre gehen.

RND/dpa

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