Tesla will eigenes Werk in Shanghai bauen

Tesla Stand mit dem Model X.

Tesla Stand mit dem Model X.

Shanghai. Der Pionier für E-Autos macht sich nach Fernost auf. Als erste westliche Firma darf Tesla in der Freihandelszone nahe Shanghai eine eigene Fabrik errichten. Ein Joint-Venture mit einem chinesischen Hersteller muss der Autobauer nicht eingehen. Das berichten anonyme Quellen der New York Times. Bisher hat Tesla keine Anlagen außerhalb der USA errichtet.

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Die Absprachen zwischen Peking, den städtischen Behörden und Tesla wären ein Novum. Insbesondere Autokonzerne müssen eine Kooperation mit einer einheimischen Firma eingehen, um sich den Markteintritt zu erkaufen. Tesla hingegen könnte die volle Kontrolle über die Produktionsanlage behalten und müsste die Profite nicht teilen, berichten die nicht näher genannten Quellen der New York Times. Einen Wermutstropfen gib es dennoch: Für Tesla wären weiterhin Einfuhrzölle von 25 Prozent fällig.

Wann der Bau der Anlagen beginnt ist noch unklar, doch der Autobauer möchte sich bis Ende des Jahres mit den Behörden Shanghais geeinigt haben, so die New York Times.

Das Reich der Mitte könnte der größte Absatzmarkt für E-Autos werden. Die chinesische Regierung will Hersteller zwingen, E-Autos zu produzieren. 2019 sollen die Autobauer eine 10-Prozent-Quote in China erfüllen, von 2020 an dann 12 Prozent. Bis 2025 soll der Anteil der E-Autos auf 25 Prozent steigen. Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft LMC Automotive könnten in diesem Jahr bereits 295 000 E-Autos in China verkauft werden, während im Rest der Welt zusammen 287 000 abgesetzt werden.

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Auch für die chinesischen Zulieferer könnte sich das Abkommen lohnen. Tesla wäre auf zahlreiche Einzelteile für seine Autos angewiesen, die vor Ort produziert werden müssten, berichtet die New York Times.

Von sos/RND

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