UPS biegt nur rechts ab

Rund 38 Millionen Liter Kraftstoff spart UPS nach eigenen Berechnungen, seitdem die Fahrer sich an Kreuzungen nur noch rechts einordnen.

Rund 38 Millionen Liter Kraftstoff spart UPS nach eigenen Berechnungen, seitdem die Fahrer sich an Kreuzungen nur noch rechts einordnen.

Berlin. Wenn bei Paketdiensten eines zählt, dann ist das Zeit. Um genau davon möglichst viel einzusparen, hat sich das amerikanische Unternehmen United Parcel Service (UPS) etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Die Fahrer sollen mit ihren großen braunen Paketwagen nach Möglichkeit im Straßenverkehr ausschließlich rechts abbiegen. Nur in Ausnahmefällen oder wenn es die Verkehrsführung nicht anders zulässt, dürfen sie ihre Fahrzeuge an einer Kreuzung nach links steuern.

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Weniger Unfälle, weniger Abgase

Laut UPS Deutschland lassen sich so nicht nur Unfälle mit anderen Verkehrsteilnehmern vermeiden. Vor allem spare das Rechtsabbiegen Zeit ein, was zudem den Verbrauch von Kraftstoff und den Ausstoß von Abgasen verringert – auch wenn die Strecke dadurch in einigen Fällen länger wird. Das Unternehmen hat für die Routenplanung eine eigene Software entwickelt, die aus den Abgabe- oder Annahmestellen der Pakete die Touren ermittelt. Das System vermeidet dabei automatisch – sofern möglich – das Linksabbiegen und plant die Touren in Kreisbewegungen. Laut UPS werden dadurch im Schnitt nur noch 10 Prozent aller Abbiegemanöver nach links gelenkt. In Ländern mit Linksverkehr sei es genau andersherum. Dort werde versucht, das Rechtsabbiegen zu vermeiden.

Das Unternehmen spart nach eigenen Berechnungen durch diese Taktik im Jahr rund 38 Millionen Liter Kraftstoff und 20 000 Tonnen Kohlendioxid ein. Dank der eigenen Routenführung könnten zudem rund 350 000 Pakete im Jahr mehr ausgefahren werden. Der weltgrößte Paketdienst UPS arbeitet in rund 220 Ländern und stellt täglich etwa 18 Millionen Pakete zu. Allein in den USA beschäftigt UPS rund 362 000 Menschen.

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Von Sven Weißer/RND

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