Wegen Umsatzeinbrüchen in der Corona-Krise: Air France will 7500 Stellen streichen

Die Fluggesellschaft Air France hat wegen der Corona-Krise mit starken Umsatzeinbrüchen zu kämpfen.

Die Fluggesellschaft Air France hat wegen der Corona-Krise mit starken Umsatzeinbrüchen zu kämpfen.

Paris. Die Fluggesellschaft Air France und ihre regionale Tochter Hop werden in der Corona-Krise 7500 Arbeitsplätze streichen. Bis 2022 sollten etwa 6500 der 41.000 Jobs bei Air France wegfallen, und 1000 der 2400 Stellen bei Hop, teilte die Konzernverwaltung am Freitagabend mit.

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Proteste vor Pariser Flughafen Charles de Gaulle

Vor allem sollten die Stellen von weggehenden oder in den Ruhestand verabschiedeten Mitarbeitern nicht ersetzt werden. Bevor es zu Kündigungen komme, sollten Vereinbarungen zum vorzeitigen Ruhestand oder zum freiwilligen Ausscheiden aus dem Unternehmen gefunden werden.

Es ist zu einfach, Covid-19 als Ausrede zu nehmen.

Julien Lemarie, Mechaniker bei Hop

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Vor dem Sitz von Air France am Pariser Flughafen Charles de Gaulle kam es am Freitag zu Protesten. “Es ist zu einfach, Covid-19 als Ausrede zu nehmen”, beklagte der 35 Jahre alte Hop-Mechaniker Julien Lemarie. “Das Ausmaß dieses Plans ist enorm, ein absoluter Schlag mit dem Vorschlaghammer.”

Airline erwartet finanzielle Erholung erst 2024

Air France sagt, ihr Luftverkehr sei in den drei schlimmsten Monaten der Pandemie um 95 Prozent eingebrochen. Sie habe 15 Millionen Euro pro Tag verloren. Die Airline erwartet nach eigenen Angaben, sich bis 2024 nicht zu erholen.

Die französische Regierung hat dem Konzern eine Unterstützung in Höhe von sieben Milliarden Euro mit Krediten und Kreditgarantien zugesagt. Die Mittel sollten benutzt werden, um das Unternehmen wieder aufzubauen statt die Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit zu stürzen, beklagen viele der Arbeitnehmer.

RND/AP

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