Naturspektakel bei Nacht: So sieht der Vogelzug im Regenradar aus

Kraniche Vogelzug

Kraniche auf dem Weg in ihr Sommerquartier.

Es ist nicht der Regen, auf den die Meteorologen einer Wetterstation in der US-amerikanischen Inselstadt Key West in Florida beim Auswerten der Radarbilder vom 17. Februar besonders aufmerksam wurden. “Key West Radar hatte eine trubelige Nacht”, heißt es in einem Tweet der Station. “Aber nicht wegen des Wetters!”

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Stattdessen beobachteten sie zur Mitternachtsstunde ein Naturspektakel: einen Teil der beeindruckenden Reise von Zugvögeln. Während im Radar die blauen Punkte den Regen kennzeichnen, markiert die gigantische grün-gelbe Wolke den Vogelzug.

Das Phänomen sei typisch für diese Jahreszeit, schreibt die in Tampa (Florida) ansässige Tageszeitung “Tampa Bay Times”. Mehr als 118 Vogelarten starten ihre Rückreise nach Nordamerika, nachdem sie in Südamerika und der Karibik überwintert haben.

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Die Vögel reisen typischerweise bei Nacht, in Schwärmen von Hunderten bis hin zu Millionen Tieren. Die Sterne und der Mond helfen den Vögeln bei der Navigation. Normalerweise bleibt die Wanderung im Himmel den Menschen verborgen. Aber der Wetterradar konnte die Bewegung erfassen, die in Echtzeit mehrere Stunden dauerte.

Blick nach oben: Vögel ziehen auch Richtung Deutschland

Auch in Deutschland lohnt mancherorts schon ein Blick in den Himmel. Zu den wohl auffälligsten Zugvögeln gehören die Kraniche. “Der Kranichzug hält fast unvermindert an”, meldete der Naturschutzbund Deutschland (NABU) Mitte Februar auf seiner Homepage. Auch mit dem windigen bis stürmischen Wetter, etwa durch die Stürme “Sabine” und “Victoria”, kämen die Tiere bisher gut zurecht.

Zu den Zugvögeln, die hierzulande bereits gesichtet wurden, gehören Kraniche, Störche und Kiebitze.

Zu den Zugvögeln, die hierzulande bereits gesichtet wurden, gehören Kraniche, Störche und Kiebitze.

Kraniche gehören zu den Frühziehern, sie sind im Unterschied zu anderen Vögeln relativ unempfindlich gegen Kälte. Es seien bereits deutliche Flugbewegungen aus den Winterquartieren zurück nach Mitteleuropa auszumachen, berichten Ornithologen. Viele Kraniche überwintern im Mittelmeerraum, in der spanischen Extremadura und in Südfrankreich.

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Viele Tausend Kraniche gelten inzwischen aber auch als “flugfaul”, wie der NABU berichtet. Wegen des Klimawandels und des milden Winters bleiben sie in Deutschland und suchen im Frühjahr hierzulande nach geeigneten Brutplätzen.




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