Talanx

Talanx-Konzern hebt Umsatzziel an

Der Talanx-Konzern profitiert derzeit von starkem Rückenwind, vor allem aus dem Ausland.  

Der Talanx-Konzern profitiert derzeit von starkem Rückenwind, vor allem aus dem Ausland.

Hannover. Nach einem guten Start ins Jahr hat der Talanx-Konzern seine Umsatzprognose für 2018 angehoben. Statt der bislang angepeilten Wachstumsrate von mindestens 2 Prozent will das hannoversche Unternehmen die Prämieneinnahmen im laufenden Jahr um mehr als 5 Prozent steigern. Unverändert ließ der Konzern dagegen am Freitag in seiner Quartalsbilanz das Gewinnziel von rund 850 Millionen Euro. Den Aktionären verspricht Talanx, die Dividende „mindestens stabil zu halten“.

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Im erstem Quartal konnte der drittgrößte deutsche Versicherungskonzern dem Quartalsbericht zufolge die Prämieneinnahmen um 8,3 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro steigern. Vor allem im Ausland liefen die Geschäfte gut. Aber auch das einstige Problemkind, das Geschäft mit Privat- und Firmenkunden in Deutschland, machte Freude, weil es nun schon das sechste Quartal in Folge mehr Einnahmen erzielte und deutlich mehr Gewinn ablieferte. Die Industrieversicherung litt dagegen weiterhin unter den Problemen in der inländischen Feuerversicherung. Insgesamt profitierte der Konzern jedoch in den ersten drei Monaten von einer geringen Großschadenbelastung. Dass der Gewinn von Januar bis März dennoch mit 218 Millionen Euro mehr als 8 Prozent geringer ausfiel als vor einem Jahr, begründete Talanx in erster Linie mit Einmalbelastungen durch die US-Steuerreform.

Wie der Konzern am Freitag weiter bekannt gab, will er im sogenannten Specialty-Geschäft Gas geben und bündelt deshalb die Kräfte in diesem Bereich. Dabei geht es zum Beispiel um Manager-Haftpflicht, die Versicherung von Sportlern und Künstlern, Luftfahrtrisiken, Offshore-Windkraftanlagen oder die Tierversicherung. Derzeit sind diese Aktivitäten auf die beiden Talanx-Töchter Hannover Rück sowie HDI Global aufgeteilt, die weltweit die Industrieversicherung betreibt. Nun gründen beide Gesellschaften für das Spezialitäten-Geschäft ein Gemeinschaftsunternehmen, die HDI Global Specialty. Der Neuling kann schon mit einem Prämienvolumen von mehr als einer Milliarde Euro loslegen. Talanx sieht in der Zusammenlegung große Chancen. „Hier entsteht ein Unternehmen, das im Specialty-Markt glänzend positioniert ist und hervorragende Wachstumsperspektiven hat", sagte der neue Talanx-Chef Torsten Leue.

Von Albrecht Scheuermann

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