Ohne Schutzfilter geht es nicht

Sonnenfinsternis fotografieren: Tipps und Tricks für schöne Bilder

Rheinland-Pfalz, Mainz: Ein partielle Sonnenfinsternis, aufgenommen auf dem Gutenbergplatz in Mainz. Im Juni findet das Himmelsspektakel erneut statt.

Eine partielle Sonnenfinsternis, aufgenommen auf dem Gutenbergplatz in Mainz.

Am Dienstagvormittag lohnt es sich, Teleskope und Kameras bereitzuhalten. Dann ist über Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Dabei gilt: Niemals direkt in die Sonne schauen, sondern eine spezielle Brille aufsetzen. Denn ansonsten kann das die Netzhaut im Auge so stark schädigen, dass das Sehvermögen langfristig leidet.

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Aber auch für Kameras braucht es zusätzlichen Schutz: Die Sucher von Spiegelreflexkameras, Kompakt- und Bridge-Kameras sind hochempfindlich und können bei direkter Ausrichtung auf die Sonnenfinsternis beschädigt werden. Schließlich bündeln Kameras die Energie der Lichtstrahlen in einem Brennpunkt, sodass hohe Temperaturen entstehen und Schäden hervorgerufen werden können. Mit speziellen Hilfsmitteln ist es dennoch möglich, eine Sonnenfinsternis zu fotografieren.

So läuft die partielle Sonnenfinsternis am 25. Oktober ab

Astronomiebegeisterte und Schaulustige können an diesem Dienstag eine partielle Sonnenfinsternis über Europa beobachten.

Sonnenfinsternis fotografieren: Wie machen es die Profis?

Analog zur Brille für Sonnenbeobachtungen gibt es auch spezielle Filter für Kameras. Sie kommen bei Profi-Fotografen zum Einsatz, damit die Kamera beim Fotografieren der Sonnenfinsternis nicht beschädigt wird. Hier gibt es verschiedene Typen:

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  • Sonnenfilter: Sie lassen sich vor das Objektiv anbringen und verhindern, dass die Strahlen in die Kamera eindringen.
  • Filterfolien für Sonnenbeobachtungen: Die Folie lässt sich zuschneiden und sollte mit ND 3.8 bis ND 5.0 („Neutraldichtefilter“) gekennzeichnet sein, empfehlen Fotoportale wie PSD-Tutorials.

Partielle Sonnenfinsternis: Mit der richtigen Einstellung zum perfekten Foto

Zum Fotografieren raten Experten und Expertinnen, ein zoomstarkes Objektiv und ein Stativ zu verwenden. Gut geeignet ist zum Beispiel ein Teleobjektiv mit einer Brennweite von 200 Millimetern, um die Sonnenfinsternis gut einzufangen. Als Einstellung eignen sich geringe ISO-Werte von 50 bis 100, rät zum Beispiel der Blog Astrofotografie. Zudem ist ein automatischer Weißabgleich (alternativ: „Tageslicht“) hilfreich.

Kurze Belichtungszeiten sind, wie bei allen Fotos von der Sonne, auch beim Fotografieren der Sonnenfinsternis sinnvoll. So fangen Sie Details besonders scharf ein. Beginnen Sie in den ersten Phasen mit einer etwas längeren Belichtungszeit und verkürzen Sie diese, je mehr die Sonne verdeckt wird. Verschwindet der Mond vor der Sonne wieder, können Sie auch die Belichtungszeit etwas verlängern.

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Unter Berücksichtigung Ihrer Position und möglicher Wolken müssen Sie die ISO-Werte und die Belichtungszeiten geringfügig anpassen. Ist das Bild überbelichtet, können Sie mit einer kürzeren Belichtungszeit gegensteuern. Nur wenn Wolken die Belichtung erschweren, sollten Sie die Belichtungszeit der Automatik überlassen, meint das Fachportal Heise. Der Autofokus funktioniert beim Fotografieren des Phasenverlaufs nicht immer zuverlässig. Daher sollten Sie auf „Manuellen Fokus“ umstellen und schon den Fokus früh scharf stellen. Ebenso empfiehlt es sich, als Dateiformat „RAW“ festzulegen.

Tipp: Fotografieren Sie den gesamten Phasenverlauf der Sonnenfinsternis möglichst ohne die Einstellungen zu ändern.

Sonnenfinsternis mit dem Smartphone fotografieren

Auch die Linse des Smartphones kann beim Fotografieren der Sonnenfinsternis beschädigt werden. Wer keine Filterfolie hat, kann aber auch eine Sonnenschutzbrille vor die Smartphonekamera halten, damit die Strahlung keine Schäden anrichtet.

Wer auf Nummer sicher gehen und die Kamera seines Smartphones nicht aufs Spiel setzen will, kann sich im Internet einen Livestream der Sonnenfinsternis ansehen:

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Wir haben diesen Artikel am 24. Oktober 2022 aktualisiert.

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