Äbtissinnen treffen sich im Wennigser Kloster
Wennigsen. In der Tradition verwurzelt sein, aber auch neue Wege wagen: Die Äbtissinnen der Calenberger und Lüneburger Klöster sowie der Stifte, die unter der Rechtsaufsicht der Klosterkammer Hannover stehen, haben sich in Wennigsen getroffen. Zum ersten Mal in dieser Frauen-Runde dabei: Hausherrin Mareile Preuschhof, die neue Äbtissin des Wennigser Klosters, die seit dem 1. Januar im Amt ist. Für ein Gruppenfoto stellten sich die Äbtissinnen auf der Treppe vor dem Eingangsportal des Wennigser Klosters auf. Einziger Mann zwischen ihnen: Klosterkammerpräsident und Gastgeber Hans-Christian Biallas.
Zweimal pro Jahr organisiert die Klosterkammer diese Zusammenkünfte, um die Äbtissinnen über aktuelle Themen zu informieren. „Diese Äbtissinnen-Treffen sind wie eine große Dienstbesprechung“, sagt Klosterkammer-Sprecherin Kristina Weidelhofer.
Interessant für die Äbtissinnen: Christiane Schröder vom Institut für Didaktik für Demokratie an der Leibniz Universität Hannover will ein zweijähriges Forschungsprojekt beginnen und sich mit dem Wandel in Frauenklöstern und Stiften in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschäftigen. Sie hielt bei dem Äbtissinnen-Treffen einen Vortrag darüber. Für ihre Forschungsfragen wird sie in den Archiven der Klöster suchen und auch Zeitzeugen befragen.
Von Jennifer Krebs