Gib es doch noch eine Chance für den Wochenmarkt?
Bredenbeck. Vorerst wird es in Bredenbeck keinen Wochenmarkt geben. Dies ist durch das Ablehnungsschreiben der Region Hannover deutlich geworden. Für eine einseitige Sperrung ist die Deisterstraße demnach zu schmal und eine Vollsperrung aufgrund der zentralen Bedeutung der Straße für die örtliche Infrastruktur nicht verhältnismäßig.
Auch auf dem traditionellen Neujahrsempfang der Bredenbecker SPD wurde diese Argumentation nicht angezweifelt. Reinhard Wiens, Ratsmitglied der Sozialdemokraten und Vorsitzender der SG Bredenbeck, stellte vor den zahlreichen Vereinsvertretern, SPD-Mitgliedern und Bürgermeister Christoph Meineke allerdings eine Alternative vor, um eventuell doch noch einen Wochenmarkt im Ort etablieren zu können. Er schlug vor, den Denkmalsplatz im Ortskern komplett umzugestalten und das Denkmal inklusive Informationstafeln an einen ruhigeren Platz im Dorf zu verlegen.
Der Wochenmarkt könnte dann auf der dann freistehenden Insel seine Zelte aufschlagen, sagte er. Widerspruch erfuhr Wiens für diese Idee auf dem Neujahrsempfang nicht – im Gegenteil. „Für mich klingt das nach einem interessanten Ansatz“, sagte Ortsbürgermeister Heiko Farwig.
Schule und Hochwasser bleiben Thema
Neben dem Wochenmarkt beherrschten zwei weitere altbekannte Themen den Vormittag im Sportheim der SG Bredenbeck: die Zukunft der Grundschule sowie der Hochwasserschutz. Noch immer ist nicht geklärt, wie es mit der Schule weitergeht. In Frage kommen sowohl eine umfangreiche Sanierung sowie ein Neubau. „Welcher Weg eingeschlagen wird, ist noch völlig offen“, sagte Meineke. Eine eingerichtete Arbeitsgruppe des Rates zur Schulentwicklung soll in den kommenden Monaten in die detaillierte Diskussion einsteigen. Bei einem Neubau inklusive Turnhalle dürfte es dem Bürgermeister zufolge allerdings schwierig werden, die Janusz-Korczak-Schule am Standort zu behalten, da die neuen Räumlichkeiten deutlich kleiner wären als bei einer Sanierung im Bestand. „Eigentlich wollen wir das Angbeot der Korczak-Schule nicht opfern“, sagte Meineke. Auch Klaus Palm vom Schulelternrat sprach sich auf dem Neujahrsempfang noch einmal für den Fortbestand der Kooperation zwischen der Grund- und der Förderschule aus.
In Sachen Hochwasserschutz erläuterte der Bürgermeister noch einmal die von der Verwaltung erarbeiteten Pläne, um eine Überschwemmung künftig zu verhindern. Zunächst soll das nördliche Netz neu gestaltet werden, unter anderem soll ein unterirdisches Regenrückhaltebecken nach einem Kastensystem in der Nähe der Grundschule entstehen, bevor die weiteren Maßnahmen im Südteil des Ortes fortgesetzt werden. Mehr als eine Million Euro will die Stadt in den nächsten Jahren in den Hochwasserschutz investieren.
Von Marcel Sacha