Kaliwerk Sigmundshall informiert Anwohner über Teilabriss
Bokeloh. Der Bagger steht schon vor der Tür. Ein letztes Mal dient der ehemalige Kieseritproduktschuppen II des Kaliwerks Sigmundshall (K+S) als Wetterschutz für eine Veranstaltung. Nachdem dort im Dezember 2018 nach der letzten Mettenschicht die 120-jährige Bergbautradition zu Ende gegangen ist, haben am Sonnabend K+S-Mitarbeiter den eingeladenen Anwohnern die anstehenden Abrissarbeiten vorgestellt. Los geht es am Montag, 6. Mai. In den kommenden vier bis sechs Wochen decken Bauarbeiter zunächst das Dach des Schuppens ab. Parallel dazu beginnt der Abbruch der umliegenden Klärer und Tanks des Heißlösebetriebs. Anschließend reißen Bagger dem Schuppen ein. Zuletzt fällt auch der Trocknungsschornstein. Er soll Schicht für Schicht abgetragen werden. Die Arbeiten sollen im August beendet sein. "Wir wollten uns informieren, was auf uns zukommt", sagt Anwohnerin Marion Barnert.
Werksleiter Gereon Jochmaring geht davon aus, dass die Anwohner außer der optischen Veränderungen von den Arbeiten nichts mitbekommen werden. In den vergangenen Monaten sei bereits ein Teil der Maschinen – wie Förderbandanlagen, Brecher und Zentrifugen – an Schwesterwerke gegangen. Die Ausbildung von Chemikanten soll in Zusammenarbeit mit Partnerwerken vor Ort weitergehen. Zum Lernen geht es diesen Monat für den Nachwuchs nach Bergmannssegen-Hugo (bei Sehnde). Ein Teil der Ausbildung der norddeutschen Standorte soll zudem in Bokeloh zentralisiert werden.
Von Rita Nandy