Aderlass: Neun Lehrer gehen in Pension
Rodenberg (bab). Darunter auch ihr Stellvertreter Wolfgang Schaper. „Einen richtigen Aderlass“ habe die Schule damit zu verkraften, sagte Naber, die die Pensionäre zusammen mit dem Kollegium bei einer Feier verabschiedete.
Mit Schaper, dem Ersten Konrektor, gehe auch der Koordinator für die Stundenpläne. Für organisatorische Abläufe hatte der Pädagoge ein Händchen, was er zudem bei anderen Anlässen wie Ausflügen bewies. 1973 bis 1983 habe er in Barsinghausen gelehrt, danach die Stelle des Zweiten Konrektors in der Rodenberger Stadtschule angetreten. Als Lehrer für Biologie, Physik, Mathematik und Werken hat er den Sinn fürs Praktische mit seinem Hobby verbinden können und so galt sein Engagement ebenfalls der Modelleisenbahn-AG.
Mit Marlies Berndt-Büschen verabschiedete Naber ein Urgestein der Stadtschule. Vor dem Ersten Staatsexamen hatte sie bereits ein Praktikum in Rodenberg absolviert. Danach trat Berndt-Büschen in die Lehrtätigkeit dort ein. Ihre Vita ist eng verknüpft mit der Orientierungsstufe, die Berndt-Büschen in den Siebzigern mit aufbaute und nach deren Ende mit abwickelte. Bis zum Wiedereinzug der fünften und sechsten Klassen in das Hauptgebäude leitete sie die Außenstelle. Ebenso engagierte sie sich später in der Steuerungsgruppe zum Umbau der Schule in eine Integrierte Gesamtschule (IGS). Durch ihr Faible für Heimatkunde hat sie immer eine Brücke zwischen Schule und Stadt geschlagen.
Dienstältester, der mit den Ferien in den Ruhestand eintritt, ist Gerhard Lutter. Er lehrte seit 1973 in Rodenberg, betreute Anwärter, war Medienwart und entwarf das Schülerbuch. Die ehemalige Medienbeauftragte der Orientierungsstufe, Sabine Hüttenmeister, geht ebenfalls. Sie sei vor allem wegen ihrer Erfahrung mit Hauptschulklassen wichtig gewesen, so Naber.
Mit Harald Korte, der nach einer Ausbildung als Starkstromelektriker in den Lehrerberuf wechselte, scheidet ein Technikexperte der Schule aus. Er half, das IGS-Konzept der Forscherklasse auszuarbeiten. Georg Bethmann, Beauftragter für Sicherheit, Mobilität und für die Zusammenarbeit mit der Grundschule, geht in Pension und ist den Lauenauern noch als Konrektor der Albert-Schweitzer-Schule (1987 bis 2001) in Erinnerung. Der ausscheidende Werner Westerkowsky hat ebenfalls Erfahrung mit der Grundschularbeit. Sein Metier war vor allem der Sport. Jahrelang hatte er die Leitung der Fachkonferenz inne. Mit Gisela Schütte und Monika Bouillon scheiden zwei Pädagoginnen aus, die sich vor einigen Jahren schon beurlauben ließen.
SN