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Der Germanwings-Absturz mit 150 Toten liegt mehr als elf Jahre zurück, juristisch ist die Katastrophe aber noch nicht abgeschlossen. Jetzt geht es erneut um Schadenersatz. Doch schon vor dem Auftakt herrscht Skepsis. In der heutigen Newsletter-Ausgabe blicken wir auf die Hintergründe des neuen Prozesses.
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Darum geht es: Die Einigung des Facebook-Mutterkonzerns Meta mit mehreren klagenden US-Staaten könnte auch die Social-Media-Verbotsdebatte in Europa noch einmal verändern. Statt eines vollständigen Verbots könnten spezielle „Jugendversionen“ von Apps in den Fokus rücken.
Hintergrund: Meta hat sich dazu verpflichtet, seine Apps für Jugendliche in den USA zu verändern. Für Minderjährige soll unter anderem ein Nutzungslimit von zwei Stunden pro Tag gelten, zudem gibt es eine Nachtsperre. Jugendversionen der Social-Media-Apps für 14- bis 16-Jährige hatte die SPD schon Anfang des Jahres vorgeschlagen. Bislang gibt es innerhalb der Bundesregierung aber noch keine Einigung über ein mögliches Social-Media-Verbot oder andere Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen.
So geht es weiter: Im September will die EU-Kommission ihre Pläne zum Thema vorstellen.
Der lange Weg zu Verantwortung nach dem Germanwings-Absturz
Darum geht es: Elf Jahre nach dem Absturz von Germanwings-Flug 9525 klagt eine Gruppe von Hinterbliebenen in Braunschweig gegen den Staat, der Prozess startet heute. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Aufsicht über die medizinische Eignung von Co-Pilot Andreas Lubitz (†27) versagt hat.
Darum ist es wichtig: Für die Angehörigen geht es nicht nur um Entschädigung, sondern um juristische und moralische Klarheit. Sollte das Gericht einen Systemfehler feststellen, hätte das Folgen für die Verantwortungskette in der Luftfahrt. Der Fall zeigt auch, wie schwierig es ist, staatliches Handeln bei Sicherheitskontrollen rechtlich greifen zu lassen.
So geht es weiter: Das Gericht hat bisher angedeutet, dass womöglich die Lufthansa statt des Staates zuständig sein könnte. Zunächst steht aber die weitere Prüfung des Falls an. Für die Kläger wäre ein Abbruch an dieser Stelle nur ein weiterer Zwischenschritt, kein Ende.
Verheerende Sturzflut versetzt Asien in Schockstarre
Dieses Bild zeigt die verheerenden Folgen der Sturzflut.
Quelle: -/RSS via Xinhua/dpa
Das ist passiert: Nach der apokalyptischen Flutkatastrophe im Grenzgebiet zwischen China und Nepal mit Hunderten Toten und weit über 1000 Vermissten steht die gesamte Region unter Schock. Rettungskräfte kämpfen gegen die Zeit an und versuchen unter Hochdruck, Lebende unter den Schlammmassen zu finden.
Hintergrund: Die Ursache für die Sturzflut konnte noch nicht final geklärt werden. Wissenschaftler vermuten nach einer Analyse der Satellitenbilder, „dass ein massiver Eis- und Gesteinssturz offenbar einen Fluss blockiert und so vorübergehend einen natürlichen Damm geschaffen hat, der später nachgab und die Flut auslöste“. Ob der Klimawandel zur Katastrophe beigetragen hat, lasse sich nicht eindeutig sagen.
So geht es weiter: Chinas Behörden befürchten mögliche weitere Fluten. Auf nepalesischer Seite habe sich an einer Flussmündung ein Stausee gebildet, es bestehe das Risiko eines Dammbruchs.
Bayern und Stuttgart eröffnen die Bundesliga-Saison
Will mit dem FC Bayern auch in dieser Saison wieder jubeln: Trainer Vincent Kompany.
Quelle: Tom Weller/dpa
Darum geht es: Heute (20.30 Uhr, Sat.1 und Sky) startet die neue Saison der Fußball-Bundesliga mit dem Südkracher zwischen Rekordmeister FC Bayern München und dem VfB Stuttgart.
Die Favoriten: Die Bayern mit Startrainer Vincent Kompany (40) sind auch in dieser Spielzeit der haushohe Favorit auf den Meistertitel. Als größter Konkurrent wird Borussia Dortmund gehandelt, das am Samstagabend (18.30 Uhr, Sky) beim Hamburger SV sein erstes Saisonspiel bestreiten.
Wer noch im Fokus steht: Neben Bayern und dem BVB blicken viele Fußballfans gespannt auf den Traditionsklub FC Schalke 04, der als Aufsteiger nach Jahren der Zweitklassigkeit nun wieder im Oberhaus mitmischen darf. Experten trauen dem Revierklub und Trainer Miron Muslic (43) durchaus zu, für Überraschungen zu sorgen.
Im Reinraum des Goddard Space Flight Centers im US-Bundesstaat Maryland wird das Nancy Grace Roman Space Telescope zusammengesetzt.
Quelle: NASA / Sydney Rohde (Rocz)
Darum geht es: Die Nasa schickt am Sonntag (geplanter Start: 13.26 Uhr) das Nancy Grace Roman Space Telescope ins All. Es startet neun Monate vor dem Zeitplan und bleibt unter dem kalkulierten Budget – eine Seltenheit bei der US-Weltraumbehörde.
Darum ist es wichtig: Das Teleskop hat ein hundertmal größeres Sichtfeld als das berühmte Hubble-System. Damit kann es den Kosmos tausendmal schneller kartieren als bisherige Instrumente. So sollen unter anderem neue Erkenntnisse zur Dunklen Energie gewonnen und neue Planeten außerhalb unseres Sonnensystems erforscht werden.
So geht es weiter: Das Teleskop wird am zweiten Lagrange-Punkt mit dem James-Webb-Teleskop zusammenarbeiten. Die Mission ist zunächst auf fünf Jahre ausgelegt.
Wir wünschen Ihnen ein angenehmes Wochenende und sind am Montag wieder für Sie da. Bis dahin,
Alex Abel und Moritz Speer
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