„Besser Widerspruch einlegen“: Datenschützer sorgen sich um KI-Pläne von Meta
Hamburg. Der Hamburgische Beauftrage für den Datenschutz, Thomas Fuchs, hat Bedenken zur vom Facebook-Konzern Meta geplanten Nutzung persönlicher Profildaten bei der Entwicklung von KI-Modellen geäußert. „Nutzer:innen, die sich sorgen, wenn ein großes KI-Modell mit personenbezogenen Daten aus ihren Profilen trainiert wird, sollten – auch angesichts vieler noch ungeklärter rechtlicher und tatsächlicher Fragen – jetzt besser Widerspruch einlegen“, sagte Fuchs am Mittwoch.
Seit vergangener Woche informiere Meta über die geplante Nutzung personenbezogener Daten aus Facebook, Instagram und Threads für die Entwicklung und Verbesserung ihrer KI-Dienste. Dazu hätten ihn in den vergangenen Tagen zahlreiche Anfragen und mehrere Beschwerden erreicht, teilte der Datenschutzbeauftragte mit. Weltweit seien Milliarden von Nutzern betroffen.
Meta wolle nach eigenen Angaben alle öffentlichen Beiträge, Kommentare oder Fotos seiner Nutzer auf Basis einer neuen Datenschutzrichtlinie verwenden, um seine KI-Anwendungen damit zu trainieren. Was genau dahinterstehe, formuliere der Konzern aber nur sehr vage, so der Datenschutzbeauftragte.
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Das Herz der digitalen Revolution schlägt in Veldhoven, Süd-Niederlande. Dort produziert das Unternehmen ASML die Maschinen, um die modernsten Chips herzustellen – als einziges auf der Welt. Jetzt will die Firma ihre Größe verdoppeln. In der Region fragen sie sich: Geht das gut?
Forderung einer „europaweit einheitlichen Bewertung“
Wer die Verwendung seiner Daten nicht wolle, sollte vor dem 26. Juni von seinem gesetzlichen Recht auf Widerspruch Gebrauch machen, riet Fuchs. „Nutzer:innen sollten sich dabei darüber bewusst sein, dass, wenn ein Large Language Modell erst einmal mit personenbezogenen Daten trainiert wurde, dies nicht einfach rückgängig gemacht werden kann“, hieß es in der Mitteilung.
Widersprechen könne man in den Einstellungen auf der Profil-Seite unter dem Punkt Datenschutzrichtlinie. Wer eine Benachrichtigung von Meta bekommen habe, könne auch den dort enthaltenen Anweisungen folgen.
Er habe sich bereits mit der in Europa federführenden Aufsichtsbehörde in Irland (IDPC) in Verbindung gesetzt, sagte Fuchs. Aufgrund von Millionen Betroffenen in allen Mitgliedsstaaten sei eine europaweit einheitliche Bewertung der Verarbeitung personenbezogener Daten zum KI-Training bei Meta vorzugswürdig und dringend geboten.
„Apple Intelligence“: Konzern startet Offensive
Zu Beginn der Woche hatte Apple angekündigt, dass das iPhone und andere Apple-Geräte ab Herbst viele neue KI-Funktionen bekommen sollen. Die Software solle dabei auf die individuellen Bedürfnisse einzelner Nutzer zugeschnitten sein und zugleich den größtmöglichen Datenschutz bieten, so das Tech-Unternehmen. Apple kann dabei davon profitieren, dass Geräte der Firma Kundinnen und Kunden praktisch rund um die Uhr begleiten.
Die KI-Funktionen seien tief in die Betriebssysteme für iPhone, Mac und iPad eingebettet worden, betonte Software-Chef Craig Federighi. Damit hätten Apples KI-Modelle Zugang zu nötigen Informationen der Nutzer, um nützlich für sie zu sein. Statt des üblichen Oberbegriffs Artificial Intelligence (Künstliche Intelligenz) spricht der Konzern von „Apple Intelligence“.
Viele der Modelle liefen direkt auf den Geräten, betonte Federighi. Bei Bedarf werde auch die Cloud zugeschaltet - aber mit einer verschlüsselten Verbindung. Die Apple-Software entscheidet von Fall zu Fall, ob eine Aufgabe lokal oder über die Cloud ausgeführt werden sollte.
RND/dpa